In einer spannenden Sitzung des Projektauswahlgremiums (PAG) zur Regionalentwicklung in Kematen wurde kürzlich bekannt gegeben, dass das Regionalmanagement Innsbruck-Land innovative Projekte mit stolzen 300.000 Euro unterstützen wird. Der Fokus liegt dabei auf sozialen Innovationen, Naturschutz und der wirtschaftlichen Belebung der Region. Es ist ein großer Schritt in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Entwicklung, denn die Region hat den Status einer LEADER-Region erhalten. Hierbei handelt es sich um ein Förderinstrument der Europäischen Union, das aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert wird.
Insgesamt wurden drei externe Projekte vorgestellt, die ganz unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen. Da wäre zum Beispiel die „Akademie Ehrenamt“, die ein Ausbildungsangebot zur Qualifizierung von Freiwilligen für die pflegerische Begleitung bietet. Ein weiteres spannendes Projekt ist „Bergmähder und Lärchenwiesen“ des Vereins „Schule der Alm“, das sich der Bewusstseinsbildung für ökologisch wertvolle Kulturlandschaften widmet. Last but not least das Graffiti-Projekt am Sportplatz Untere Lend in Hall, das mit jugendkulturellen Impulsen den Platz beleben soll.
Eigenprojekte des Regionalmanagements
Doch nicht nur externe Projekte stehen auf der Agenda. Das Regionalmanagement hat auch drei eigene Projekte ins Leben gerufen, die allesamt darauf abzielen, die Region weiterzuentwickeln. Da gibt es zum Beispiel „Energiebuchhaltung für Gemeinden“, das Unterstützung bei der Einführung der Energiebuchhaltung und Sanierungsplänen bietet. Auch die „Klimafitte Stadtmöblierung“ ist ein interessanter Ansatz, bei dem klimaresiliente Stadtmöbel in Zusammenarbeit mit der Uni Innsbruck entwickelt werden. Und dann wäre da noch der Gründer:innenwettbewerb „Traumstart Innsbruck-Land“, der das Unternehmertum in Hall, Wattens und Telfs fördern möchte. Eine tolle Initiative, wie ich finde!
Förderaufruf und zukünftige Entwicklungen
Wer nun selbst Ideen zur Weiterentwicklung der Region hat, sollte sich beeilen: Der nächste Förderaufruf öffnet am 30. Juni 2026. Es ist eine Chance, die Region mit kreativen Ansätzen zu bereichern und sie noch lebendiger zu machen. Die LEADER-Region, der Innsbruck-Land angehört, verfolgt einen „Bottom-Up-Ansatz“, was bedeutet, dass die lokale Bevölkerung aktiv Ideen liefern und in Aktionsgruppen über Projekte entscheiden kann. Das ist nicht nur demokratisch, sondern sorgt auch dafür, dass die Projekte wirklich den Bedürfnissen der Menschen vor Ort entsprechen.
Die LEADER-Förderung hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Lösungen für Herausforderungen wie den demografischen Wandel, Klimawandel und Ressourcenschutz zu finden. In der aktuellen Programmperiode 2023-2027/29 erhält die Region rund 2,3 Millionen Euro an EU-Fördermitteln. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Projekte entwickeln werden und welche neuen Ideen in den kommenden Jahren umgesetzt werden können. Für die Region Innsbruck-Land tut sich hier viel, und das ist wirklich erfreulich!
Wer mehr über die aktuellen Entwicklungen und die Projekte erfahren möchte, findet weitere Informationen in dem Artikel auf MeinBezirk.
