Die Arbeitsmarktstrategie Tirol wird bis 2030 fortgeführt. Ein wichtiges Signal, das kürzlich von der Arbeitsmarktplattform unter dem Vorsitz von Arbeitslandesrätin Astrid Mair beschlossen wurde. Mit dem klaren Ziel, Menschen in Beschäftigung zu halten und arbeitslose Personen, besonders aus vulnerablen Gruppen, zu integrieren, ist die Strategie ein richtiger Schritt in die Zukunft. Und das Beste: Über 200 Maßnahmen sind bereits umgesetzt worden, darunter verschiedene Unterstützungsangebote für Langzeitarbeitslose sowie das Projekt „Onboarding Tirol“. Letzteres hat seit 2024 mehr als 1.200 geflüchtete Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert. So wird Tirol, mit einer Arbeitslosenquote von nur 3,7 Prozent, zum Beispiel zur niedrigsten in Österreich.

Doch die positive Entwicklung bringt auch Herausforderungen mit sich. Wirtschaftslandesrat Mario Gerber weist auf den demografischen Wandel und die fortschreitende Digitalisierung hin. Diese Faktoren werden die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Die Zusammenarbeit von 37 Organisationen und 128 Experten zeigt, dass man den Herausforderungen nicht alleine begegnen kann. Koordiniert wird all dies von der Tiroler Arbeitsmarktförderungsgesellschaft amg-tirol. Die Strategie läuft in zwei Phasen: Die erste Phase erstreckt sich von 2023 bis 2026 und die zweite von 2027 bis 2030.

Aktuelle Trends und Entwicklungen

Um den Umsetzungsstand der Arbeitsmarktstrategie Tirol 2030 zu beleuchten, fand kürzlich das 2. Arbeitsmarktsymposium des Landes und des AMS Tirol statt. 80 Teilnehmende hörten gespannt den Ausführungen von Arbeitslandesrätin Astrid Mair und AMS Tirol Geschäftsführerin Sabine Platzer-Werlberger zu. Die Vorständin des AMS Österreich, Petra Draxl, sprach über die aktuellen Trends und Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Tirol kann sich zudem mit einer der höchsten Beschäftigungsquoten in Österreich rühmen und ist stolz auf die niedrigste Langzeitarbeitslosenquote.

Die Strategie verfolgt drei zentrale Ziele: Menschen in Beschäftigung halten, Arbeitslose integrieren und Aus- sowie Weiterbildungen unterstützen. Dabei werden neue Unterstützungsangebote für Langzeitarbeitslose geschaffen und bestehende Projekte wie „Onboarding Tirol“ und „Job Navi“ verlängert. Letzteres startet 2026 und hilft langzeitbeschäftigungslosen Menschen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Beide Projekte werden von den Geldern des Europäischen Sozialfonds unterstützt.

Zusammenarbeit für Tirols Zukunft

Die Arbeitsmarktplattform in Tirol vereint Vertreter des Landes, Sozialpartner und Experten. Gemeinsam gestalten sie den Weg in eine zukunftssichere Arbeitslandschaft. Vorgesehen sind Maßnahmen wie die Entwicklung neuer Beschäftigungsmodelle, der Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten und die Attraktivierung der Lehrausbildung. Ein wichtiger Schritt, denn die duale Ausbildung soll weiter optimiert und gefördert werden. Veranstaltungen wie das Berufs-Festival, das seit 14 Jahren von der Wirtschaftskammer Tirol organisiert wird, bieten Schülern eine wertvolle Orientierung.

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Die Strategie reagiert auf langfristige Veränderungen, sei es der demografische Wandel oder die digitale und ökologische Transformation. Ziel ist es, die Teilhabe am Arbeitsmarkt zu verbessern und die Erwerbsbeteiligung zu fördern, während gleichzeitig die regionale Wirtschaft gestärkt wird. Alle diese Maßnahmen wurden im Herbst 2022 entwickelt und werden bis 2030 kontinuierlich weiterverfolgt.

Für weitere Informationen zur Strategie können Interessierte die Webseite des Landes Tirol besuchen: www.tirol.gv.at/arbeitsmarkttirol2030.

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