Heute ist der 18.06.2026, und in Tirol ist mal wieder viel los. Täglich quälen sich tausende Fahrzeuge über die Grenzen in Richtung Bayern. Die Zahlen sind beeindruckend: Rund 15.000 Fahrzeuge am Fernpass, 10.500 in Scharnitz und etwa 5.500 am Achenpass. Das ist eine Menge Blech, die da über die Straßen rollt! Um den Verkehr besser zu verstehen, hat das Land Tirol ein landesweites Zählsystem eingerichtet. Mit 170 automatischen Zählstellen wird die Menge und Art der Fahrzeuge erfasst. Doch einige wichtige Fragen bleiben unbeantwortet: Wo kommen die Autos her? Wo wollen sie hin? Und warum sind sie überhaupt unterwegs? Diese und viele weitere Fragen möchte Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) klären.

Um das herauszufinden, wird in fünf relevanten Grenzgebieten eine Pkw-Erhebung durchgeführt. Die Befragungen finden in den Jahren 2026 und 2027 an den Grenzübergängen Fernpassroute, Ehrwald, Tannheimertal, Scharnitz und Achenpass statt. Man will verschiedene Jahreszeiten, Wochentage und auch starke Reisetage berücksichtigen. Die Tiroler Polizei wird die Befragungsteams unterstützen, indem sie die Fahrzeuge vor Ort ausleitet und anhält. Diese Maßnahme soll helfen, ein umfassenderes Bild über den Verkehr in dieser Region zu bekommen. Das Land Tirol plant auch, Floating-Car-Daten (FCD) aus dem bayerischen Grenzgebiet zu nutzen. Diese anonymisierten Standortdaten von Fahrzeugen mit GPS-Systemen werden zur Verkehrsflussanalyse verwendet.

Floating-Car-Daten im Fokus

Aber was sind eigentlich Floating-Car-Daten? Diese Bewegungsdaten helfen nicht nur dabei, die Fahrtgeschwindigkeiten zu analysieren, sondern sie können auch genutzt werden, um regelmäßige Störstellen im Straßennetz zu lokalisieren. Die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) hat spezielle Anforderungen für die Nutzung von FCD entwickelt. Ziel ist es, einheitliche Methoden zur Analyse von Engpässen und Mängeln in innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen bereitzustellen.

Das Institut für Verkehrswesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist sogar damit beauftragt worden, ein Verfahren zur Nutzung von FCD zu entwickeln. Das klingt alles sehr technisch, aber es zeigt, wie wichtig präzise Daten für die Verkehrsplanung sind. In der Praxis werden die gesammelten Daten verwendet, um kritische Abschnitte im Straßennetz zu identifizieren und die Angebotsqualität zu beurteilen. Selbst bei geringen Durchdringungsraten spiegeln die ermittelten Fahrtzeiten das Verkehrsgeschehen gut wider – das ist schon ziemlich beeindruckend!

Gemeinsame Lösungen für den grenzüberschreitenden Verkehr

Die gewonnenen Informationen aus der Erhebung und den FCD sollen nicht nur dazu dienen, Maßnahmen wie Fahrverbote und Kontrollpunkte zu evaluieren, sondern auch um gemeinsam mit den bayerischen Nachbarn Lösungen für den grenzüberschreitenden Verkehr zu erarbeiten. Der Austausch von Daten und Erkenntnissen wird entscheidend sein, um den Verkehrsfluss zu verbessern und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.

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