Johannes Laichner wird neuer Leiter von Missio Österreich
In Innsbruck gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der katholischen Kirche. Der 44-jährige Tiroler Johannes Laichner wird ab dem 1. September 2026 die Leitung von Missio Österreich übernehmen. Diese Entscheidung wurde von der Österreichischen Bischofskonferenz auf Vorschlag der vatikanischen Behörde getroffen. Laichner, der bisher als Missio-Diözesandirektor in Innsbruck tätig war, tritt die Nachfolge von Pater Karl Wallner an, der nach einer zehnjährigen Amtszeit in sein Heimatkloster, das Stift Heiligenkreuz, zurückkehrt. Wallner hat in dieser Zeit Missio Österreich zu einer der sichtbarsten katholischen Hilfsorganisationen im Land gemacht.
Laichner ist kein Unbekannter in der kirchlichen Szene. Er wurde 1982 in Tirol geboren und hat eine beeindruckende akademische Laufbahn hinter sich. Nach seiner Matura am Stiftsgymnasium Stams studierte er Katholische Fachtheologie und Klassische Archäologie an der Universität Innsbruck. 2007 wurde er zum Diakon geweiht und bekam die Möglichkeit, am Collegio Teutonico in Rom zu studieren. Seine Promotionen – eine in Katholischer Theologie und eine in Klassischer Archäologie – zeugen von seinem tiefen Engagement für die Wissenschaft. Die Priesterweihe erhielt er am 29. Juni 2008 im Dom St. Jakob zu Innsbruck.
Die Zukunft von Missio Österreich
Unter der Leitung von Wallner hat sich Missio Österreich stark entwickelt. Wallner würdigte Laichner als dynamischen Diözesandirektor, der es verstanden hat, Interesse für die Weltkirche zu wecken. Laichner bringt umfangreiche Erfahrungen mit, nicht nur aus Österreich, sondern auch durch seine engen Kontakte zu Projektpartnern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Er hat zahlreiche Projekte im Globalen Süden besucht und ist bestens mit den Herausforderungen vertraut, die die Kirche dort bewältigen muss.
Die Päpstlichen Missionswerke, unter denen auch Missio Österreich fällt, unterstützen jährlich über 740 Projekte in den ärmsten Regionen der Welt. Im Jahr 2024 beispielsweise wurden 642 Hilfsprojekte mit einer Spendensumme von 11,3 Millionen Euro unterstützt. Diese Projekte umfassen Bildungs-, Sozialentwicklungs- und Katastrophenhilfeprojekte. Besonders in Madagaskar, wo die Armutsquote 80,3 Prozent beträgt, flossen 38 Prozent der Fördermittel in Bildungsprojekte. Laichner wird sicher mit dieser beeindruckenden Tradition fortfahren.
Ein Rückblick und neue Herausforderungen
Pater Wallner wird nach seinem Abschied aus Missio neue Aufgaben im Stift Heiligenkreuz übernehmen. Details dazu sind noch nicht bekannt, aber seine Erfahrungen aus Kamerun werden ihm sicher zugutekommen, besonders in der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Kirche in Afrika. Wallner zeigte sich dankbar für die Spendenbereitschaft der Menschen, die trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten ungebrochen ist.
In den letzten Jahren hat Missio Österreich nicht nur viele Projekte realisiert, sondern auch eine bedeutende Hilfe für verfolgte und diskriminierte Christinnen und Christen geleistet. Besonders in Pakistan, wo viele aufgrund von Blasphemiebeschuldigungen zu Unrecht verurteilt werden, setzt sich Missio für die Rechte dieser Menschen ein. Projekte wie das „Baby Feeding Center“ im Südsudan, das über 300 Babys und Kleinkinder mit Nahrung versorgt, runden das beeindruckende Engagement ab.
Wer mehr über die Arbeit von Missio erfahren möchte, kann die Informationen und Inhalte für Medienvertreter auf deren Website abrufen. Die Päpstlichen Missionswerke sind nicht nur eine Hilfe für die Bedürftigen, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung in einer oft herausfordernden Welt. In diesem Sinne wird die Arbeit von Johannes Laichner in den kommenden Jahren sicher von großer Bedeutung sein.
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