Heute ist der 22.04.2026 und in Innsbruck sorgt eine aktuelle Studie von Mathias Streicher von der Universität Innsbruck für Aufsehen. Die Untersuchung befasst sich mit den Auswirkungen von Zweitplatzierungen in Supermärkten und deren Einfluss auf das Einkaufsverhalten der Kunden. Ziel dieser speziellen Platzierungen ist es, Impulskäufe zu fördern. Doch die Ergebnisse zeigen, dass eine übermäßige Bestückung der Gänge nicht nur die Einkaufsumgebung verengt, sondern auch den Umsatz negativ beeinflussen kann.

Die Studie, die über einen Zeitraum von 12 Wochen durchgeführt wurde, vergleicht das Einkaufsverhalten von Kunden mit und ohne Zusatzdisplays. Interessanterweise ergab sich in Gängen ohne zusätzliche Wareninseln eine Umsatzsteigerung von etwa 11,5 %, obwohl dort weniger Produkte ausgestellt waren. Nach der Entfernung der Wareninseln blieben die Kunden häufiger stehen und interagierten intensiver mit den Regalinhalten. Dies deutet darauf hin, dass weniger oft mehr sein kann, wenn es um die Gestaltung von Verkaufsflächen geht.

Psychologische Effekte und Einkaufsverhalten

Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie ist, dass Einkaufswagen die negativen Effekte von Zusatzdisplays verstärken. Sie erhöhen das subjektiv empfundene Raumgefühl und schaffen eine Enge in den Gängen, die das Stoppen, Sichten und Zugreifen erschwert, insbesondere für Kunden mit Einkaufswagen. Diese Enge kann als Hemmnis wirken, was die Wahrscheinlichkeit verringert, dass Kunden Käufe tätigen.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass gezielte Zweitplatzierungen den Absatz einzelner Artikel tatsächlich steigern können. Dennoch warnt die Forschung davor, dass zu viele Displays die subjektiv empfundene Enge erhöhen und damit den Gesamtumsatz negativ beeinflussen können. Supermärkte sind daher aufgefordert, potenzielle Engstellen durch Kundenbefragungen und Beobachtungen zu identifizieren, um ein angenehmes Einkaufserlebnis zu gewährleisten.

Impulskäufe und ihre Psychologie

Das Thema der Impulskäufe ist eng mit den Ergebnissen der Studie verknüpft. Impulskäufe sind spontane, ungeplante Käufe, die häufig durch emotionale und situative Faktoren ausgelöst werden. Diese können von persönlichen Eigenschaften über Produkteigenschaften bis hin zu strategischen Marketingmaßnahmen reichen. Das Verständnis dieser Faktoren ist entscheidend, um sowohl Verbrauchern zu helfen, ihre Ausgabegewohnheiten zu erkennen, als auch Marketingfachleuten zu ermöglichen, ethischere Werbestrategien zu entwickeln.

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Die Psychologie hinter Impulskäufen zeigt, dass emotionale Auslöser, wie Freude oder Stress, eine wesentliche Rolle spielen. Oft wird das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert, was zu kurzfristiger Zufriedenheit führen kann, gefolgt von Bedauern. Faktoren wie Zeitdruck oder soziale Einflüsse verstärken diesen Effekt und können dazu führen, dass Kunden ungeplant Produkte erwerben. Strategien, um Impulskäufe zu reduzieren, beinhalten das Erstellen von Einkaufslisten oder das Setzen finanzieller Ziele.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gestaltung von Verkaufsflächen und die Analyse von Kundenverhalten entscheidend sind, um eine Balance zwischen Verkaufsförderung und einem positiven Einkaufserlebnis zu finden. Die Studie von Mathias Streicher verdeutlicht, dass weniger manchmal mehr ist und dass eine durchdachte Warenpräsentation sowohl den Umsatz steigern als auch die Kundenzufriedenheit erhöhen kann. Für weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie besuchen Sie bitte die Originalquelle.