Roland Collombin: Eine Ski-Legende und ihr Kampf gegen den Krebs
Die alpine Skisportwelt hat einen ihrer Größten verloren. Am vergangenen Freitag ist Roland Collombin, die Schweizer Ski-Legende, im Alter von 75 Jahren verstorben. Er hinterlässt eine beeindruckende Karriere und unvergessliche Erinnerungen, die in den Herzen vieler Skifans weiterleben werden. Collombin, der nach einem langen Kampf gegen den Krebs, vor allem gegen Leberkrebs, seine letzte Ruhe fand, starb friedlich in dem Haus, in dem er geboren wurde. Ein Ort, der sicherlich viele seiner Kindheitserinnerungen birgt.
Seine Familie beschreibt ihn als Freigeist und leidenschaftlichen Mann, der mit außergewöhnlichem Mut sowohl im Leben als auch im Wettkampf auftrat. In den frühen 1970er-Jahren gehörte Collombin zu den besten Abfahrern weltweit. Er gewann nicht nur die Silbermedaille in der Abfahrt bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo, sondern triumphierte auch zwei Mal auf der legendären Streif in Kitzbühel – 1973 und 1974. Es ist schwer, sich vorzustellen, wie viel Aufregung und Nervenkitzel diese Erfolge sowohl für ihn als auch für seine Fans bedeuteten.
Eine Karriere voller Höhen und Tiefen
Collombin feierte insgesamt acht Weltcupsiege, und das alles in der Abfahrt! Doch seine Karriere nahm 1975 nach einem schweren Sturz beim Training in Val d’Isère ein abruptes Ende, als er sich zwei Rückenwirbel brach. Zu diesem Zeitpunkt war er erst 24 Jahre alt. Es ist schon bemerkenswert, wie schnell das Schicksal zuschlagen kann. Nach seinem Rücktritt fand er einen neuen Lebensweg als Winzer und übernahm die Raclette-Bar „Le Streif“ in Martigny, wo er seine Leidenschaft für gutes Essen und Wein ausleben konnte.
Im Rückblick auf sein Leben und seine Erfolge ist es auch wichtig, die Herausforderungen zu erwähnen, denen er sich stellen musste. Zunächst überwund er 2024 eine Kehlkopfkrebs-Erkrankung, doch der Kampf gegen den Leberkrebs war letztlich zu viel. Bernhard Russi, ein früherer Konkurrent und enger Freund, besuchte ihn wenige Wochen vor seinem Tod. Collombin sprach dabei offen über seine schwere Erkrankung und seinen letzten Versuch, den Krebs zu besiegen – es ist berührend, wie solche Momente die Menschlichkeit und den unaufhörlichen Kampfgeist eines Menschen zeigen.
Krebs: Eine omnipräsente Herausforderung
Die Situation von Roland Collombin ist leider kein Einzelfall. Laut dem Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD), das im Robert Koch-Institut angesiedelt ist, sind Krebserkrankungen eine der größten Herausforderungen der modernen Medizin. Der aktuelle Bericht „Krebs in Deutschland“ zeigt, wie wichtig es ist, Daten zu sammeln und auszuwerten, um die Prognosen zu verbessern. Jedes Jahr werden zahlreiche Menschen mit verschiedenen Krebserkrankungen konfrontiert, und das Wissen über diese Krankheiten kann helfen, den Kampf gegen sie zu unterstützen.
Die regionalen Krebsregister bieten wertvolle Informationen, die es ermöglichen, die Häufigkeit und die Prognosen verschiedener Tumorarten besser zu verstehen. Es ist ein ständiger Kampf, der auch durch Geschichten wie die von Roland Collombin in den Fokus gerückt wird. Sein Vermächtnis wird nicht nur in den Abfahrtsrennen weiterleben, sondern auch in den Herzen der Menschen, die für ein besseres Verständnis und einen besseren Umgang mit dieser Krankheit kämpfen.
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