Heute, am 5. Juni 2026, hat der Kufsteiner Gemeinderat in seiner Sitzung am 3. Juni über einige spannende Themen gesprochen. Mit dem „Masterplan Gehen“ steht ein Projekt im Mittelpunkt, das die Stadt Kufstein in eine Fußgängerfreundliche Zukunft führen soll. Ursprünglich von „Kufstein mobil“ in Auftrag gegeben, wurde der Masterplan im Dezember 2025 fertiggestellt. Das Hauptziel? Das Zufußgehen attraktiver gestalten und die Aufenthaltsqualität in der Stadt erhöhen. Ein echt wichtiges Ziel, wenn man bedenkt, wie sehr Fußgänger in den letzten Jahren oft vernachlässigt wurden!
Die Gesamtkosten des Plans belaufen sich auf etwa 21.058 Euro, wobei das Land Tirol eine Förderung von 50%, also 8.774 Euro, zugesagt hat. Das ist nicht nur ein finanzieller Aspekt, sondern auch eine Voraussetzung für zukünftige Förderungen durch den Bund, die auf Fußverkehrsprojekte abzielen. Bürgermeister Martin Krumschnabel hat betont, wie entscheidend dieser Masterplan für die Sicherstellung solcher Förderungen ist. Auf der anderen Seite äußerte Christofer Ranzmaier von der FPÖ Bedenken, insbesondere hinsichtlich der möglichen Ausweitung der Begegnungszone. Kritik kam auch von SR Lukas Blunder (ehemalige MFG), der die Priorität der Umleitung des motorisierten Verkehrs im Masterplan in Frage stellte. Das zeigt, wie vielschichtig das Thema ist und wie viele Perspektiven hier aufeinandertreffen.
Richtlinien zur Vormerkung von Eigentumswohnungen
Ein weiteres Thema, das den Gemeinderat beschäftigte, war die Richtlinie zur Vormerkung und Vergabe von Eigentumswohnungen in Kufstein. Diese Wohnungen, die von gemeinnützigen Bauträgern errichtet werden, sollen vor allem an Kufsteiner vergeben werden. Ein interessanter Aspekt: Antragsteller müssen seit mindestens zehn Jahren in Kufstein wohnen, um einen Vorteil bei der Vergabe zu haben. Das hat sicherlich potenzielle Bewerber zum Nachdenken angeregt! Und das beste daran? Der Gemeinderat hat einstimmig für die Vormerkliste gestimmt. Ein gutes Zeichen für die Gemeindepolitik, die den Bürgern zugutekommt.
Das Wirtschaftsleitbild der Stadt Kufstein, das dynamische Anpassungen an wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen vorsieht, spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Es verfolgt das Ziel, Wirtschaftswachstum zu generieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wohnen, Arbeiten und Einkaufen soll gefördert werden. Die Stadt ist sich ihrer Rolle als Brückenort zwischen Süddeutschland und Norditalien bewusst und berücksichtigt dabei auch die historische und kulturelle Bedeutung. All das wird durch Kooperationen mit Umlandgemeinden unterstützt.
Wirtschaftsförderung: Unterstützung für die Region
Die Stadt Kufstein bietet Unternehmen in der Region verschiedene Förderungen an. Die Unterstützung umfasst unter anderem Zahlungserleichterungen bei Abgaben, Zuschüsse zu Zinsen aus Investitionsdarlehen und eine einmalige Arbeitsplatzprämie für neue Arbeitsplätze. Ein gutes Konzept, das bestimmt einige ansässige Betriebe anregen wird. Es gibt sogar Förderungen für Lehrlinge, wodurch die Ausbildung junger Menschen gefördert wird. Die Mindestpunktzahl für Förderungen liegt bei 50 von maximal 100 Punkten, was zeigt, dass es sich um ein durchdachtes System handelt. Es ist erfreulich zu sehen, wie die Stadt auf die Bedürfnisse der Unternehmen eingeht und damit auch die Lebensqualität steigert.
Die Städtebauförderung des Bundes, die seit über 50 Jahren nachhaltige Stadtentwicklung unterstützt, ist ein weiterer wichtiger Punkt. Im Bundeshaushalt 2024 stehen 790 Millionen Euro für diese Förderung zur Verfügung. Es geht darum, Innenstädte zu stärken, sozial benachteiligte Quartiere aufzuwerten und nachhaltige städtebauliche Strukturen zu schaffen. Klimaschutzmaßnahmen sind seit 2020 eine Fördervoraussetzung. Das zeigt, dass auch in Kufstein und darüber hinaus die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Fokus stehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kufstein sich auf einem spannenden Weg befindet. Der Masterplan Gehen und die neuen Richtlinien zur Vergabe von Eigentumswohnungen sind Schritte in die richtige Richtung. Die Unterstützung für die Wirtschaft rundet das Bild ab und zeigt, dass die Stadt sich sowohl um ihre Bürger als auch um die Unternehmen kümmert. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen weiter gestalten und welche neuen Impulse sie für die Stadt mit sich bringen werden.
