In Österreich ist die Mautpflicht auf Autobahnen mit einer Vignettenpflicht verbunden. Heißt konkret: Autofahrer müssen für die Nutzung der Autobahnen eine Vignette kaufen. Momentan kostet eine Tages-Vignette 9,60 Euro. Aber keine Panik, es gibt auch Autobahnabschnitte, wo man ohne Vignette fahren kann. Besonders interessant für deutsche Autofahrer ist der mautfreie Abschnitt auf der A12 (Inntal Autobahn) zwischen Kufstein-Süd und Kiefersfelden, der sich über etwas mehr als vier Kilometer erstreckt. Hier kann man nach der mautfreien Strecke auf Bundesstraßen wechseln, die ebenfalls keine Vignette benötigen. Weitere mautfreie Abschnitte sind die A1 zwischen Walserberg und Salzburg Nord, die A14 zwischen Hörbranz und Hohenems sowie die A26, die derzeit im Bau ist und zwischen Linz-Hummelhof und dem Anschluss an die A7 verläuft.

Jetzt wird’s spannend: Der ADAC warnt jedoch, dass Navigationsgeräte Autofahrer auf mautpflichtige Strecken leiten können. Eine hilfreiche Empfehlung ist, die Einstellung „mautpflichtige Strecken umfahren“ zu aktivieren. Wer die Vignettenpflicht missachtet, muss mit hohen Bußgeldern rechnen – mindestens 120 Euro Ersatzmaut. Ab dem 1. Januar 2026 wird diese sogar auf 200 Euro für PKW angehoben. Wer beim Fahren wiederholt erwischt wird oder nicht zahlt, dem drohen noch höhere Strafen. Man sollte also lieber auf Nummer sicher gehen.

Besondere Mautstrecken

Neben den Vignettenpflichtigen Autobahnen gibt es auch Sondermautstrecken, die von der ASFINAG betrieben werden. Ein Beispiel ist der Arlbergtunnel auf der S16. Hier wird ab 2026 für PKWs und Gespanne ein Preis von 13 Euro fällig. Motorräder zahlen ebenfalls 13 Euro, während Wohnmobile bis 3,5 t mit 21 Euro zur Kasse gebeten werden. Die Zahlungsmöglichkeiten sind vielfältig: von Barzahlung über Kreditkarten bis hin zu Maestro-Karten. Wer es digital mag, kann digitale Streckenmauttickets und Mehrfahrtenkarten (für 78 Euro) erwerben. Besonders praktisch ist die digitale Streckenmaut FLEX, die eine flexible Nutzung ohne Anhalten ermöglicht.

Ein weiteres Beispiel ist der Bosrucktunnel, der Teil der Pyhrnautobahn ist. Hier kostet die Nutzung im Jahr 2026 für PKWs 7 Euro und für Gespanne 12 Euro. Die Preise für Motorräder sind ebenfalls bei 12 Euro. Wohnmobile bis 3,5 t zahlen hier sogar 27 Euro. Und auch hier gibt es Kombitickets sowie digitale Optionen. Der Felbertauerntunnel stellt eine wichtige Verbindung zwischen Mittersill und Matrei dar und wird ab 2026 mit 13,50 Euro für PKWs berechnet. Es gibt sogar ein ADAC Vorverkaufsticket für Hin- und Rückfahrt, das für 24 Euro erhältlich ist.

Strafen und Verfahren

Wer die Mautpflicht ignoriert, kann ernsthafte Konsequenzen erwarten. Bei Nichtzahlung der Zahlungsaufforderung wird ein Verfahren zur Fahrerermittlung eingeleitet. Der Fahrzeughalter hat dann die Möglichkeit anzugeben, wer das Fahrzeug zur Tatzeit gelenkt hat. Andernfalls droht eine Strafverfügung, die zwischen 300 und 3.000 Euro kosten kann. Es gibt die Möglichkeit, innerhalb von zwei Wochen Einspruch gegen die Strafverfügung einzulegen, sei es schriftlich oder mündlich. Der Einspruch muss klar als solcher erkennbar sein, und es ist ratsam, gute Argumente vorzubringen. Wer Glück hat, kann die Strafe gemildert bekommen oder das Verfahren wird eingestellt.

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Wer also plant, durch Tirol zu fahren, sollte sich gut vorbereiten. Die Mautregelungen sind vielfältig, und es gibt einige Möglichkeiten, Geld zu sparen, wenn man die richtigen Strecken wählt. Informieren Sie sich gut, um böse Überraschungen zu vermeiden!

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