In den letzten Monaten hat sich in Tirol einiges getan, was die digitale Identität betrifft. Sechs weitere Gemeinden haben nun die Möglichkeit geschaffen, die ID Austria zu beantragen. Mariastein, Niederndorfberg, Rettenschöss, Flirsch, Fügenberg und Zell am Ziller – all diese Orte bieten mittlerweile wohnortnahe Registrierungsstellen an. Das ist natürlich eine hervorragende Nachricht für alle, die sich mit den digitalen Verwaltungsdiensten vertraut machen möchten. Der Ausbau dieser Angebote erfolgt im Rahmen des Tirol-Konvents, der darauf abzielt, die Verwaltungsabläufe zu vereinfachen und die digitalen Services zu stärken.

Wusstet ihr, dass bereits über 450.000 Tirolerinnen und Tiroler eine ID Austria besitzen? Das entspricht etwa 67% der Bevölkerung! Digitalisierungslandesrat Mario Gerber hebt die hohe Akzeptanz und die Zeitersparnis hervor, die die ID Austria für die Nutzerinnen und Nutzer mit sich bringt. Um die Bevölkerung weiter zu informieren, sind Servicetage des Bundes im Sommer geplant. Diese finden an verschiedenen Orten statt, darunter der Schwarzsee in Kitzbühel und das Seebad Achensee in Maurach. An diesen Tagen können Interessierte mehr über die ID Austria erfahren und Unterstützung bei Fragen erhalten. Weitere Termine sind der 20. Juli, 21. Juli, 22. Juli und 26. August.

Ein Blick auf die ID Austria

Die ID Austria ermöglicht es den Nutzern, zahlreiche Behördenwege online zu erledigen, einschließlich der digitalen Unterschrift und dem Zugang zu verschiedenen Verwaltungsportalen. Für österreichische Staatsbürger ist die ID Austria nach fünf Jahren verlängerbar – eine praktische Regelung, die vielen entgegenkommt. Aber auch für Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft gibt es besondere Regelungen, die den Zugang erleichtern sollen.

Das Land Tirol unterstützt die Gemeinden bei der Umsetzung dieser digitalen Angebote durch landesweite Online-Schulungen. Rund 300 Teilnehmer haben sich bereits informiert, wie sie die ID Austria erfolgreich nutzen können. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung und Bürgernähe. Wenn man bedenkt, dass die ID Austria kostenlose Leistungen bietet, sind die Voraussetzungen dafür alles andere als hoch: Man muss mindestens 14 Jahre alt sein und eine Registrierung zur Identitätsfeststellung bei der Behörde abgeschlossen haben. Wer bereits die behördlich registrierte Handy-Signatur nutzt, kann zudem problemlos auf die Vollfunktion umstellen.

Technische Aspekte und Sicherheit

Was die Sicherheit angeht, so unterliegt die ID Austria EU-weiten Standards. Nutzer benötigen zusätzlich zum Signatur-Passwort einen sicheren zweiten Authentifizierungsfaktor. Das klingt vielleicht kompliziert, ist aber notwendig, um die Daten der Nutzer zu schützen. Man kann die App „ID Austria“ als zweiten Faktor verwenden, und die biometrischen Daten, falls verwendet, bleiben stets sicher verschlüsselt und verlassen das Gerät nicht. Das ist doch beruhigend, oder? Außerdem ist die ID Austria für alle Nutzer kostenlos und bietet eine Vielzahl von Funktionen: von elektronischen Identitätsnachweisen bis hin zu digitalen Unterschriften.

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Für die Nutzung ist ein Smartphone mit der aktuellen Version der App erforderlich. Und keine Sorge, Biometrie ist für die Einrichtung nicht zwingend notwendig, es gibt Alternativen. Das bedeutet, dass die Hemmschwelle für viele, die sich mit der digitalen Welt noch nicht so gut auskennen, gesenkt wird. Ein weiterer Pluspunkt: ID Austria wird von anderen EU-Ländern in der höchsten Sicherheitsstufe anerkannt. Das öffnet Türen, nicht nur im eigenen Land, sondern auch im internationalen Kontext.

Die ID Austria ist also nicht nur ein Schritt in die digitale Zukunft, sondern auch ein Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger Tirols. Wer noch nicht dabei ist, sollte sich die bevorstehenden Servicetage definitiv nicht entgehen lassen – eine Chance, sich umfassend zu informieren und vielleicht sogar den ersten Schritt in die digitale Welt zu wagen. Wer weiß, was für Möglichkeiten sich da auftun!

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