Die Situation an der Reschenstraße B180 zwischen Pfunds und Nauders bleibt angespannt. In den kommenden Tagen sind dort wieder zusätzliche Sperren nötig – und das hat seinen Grund: Es geht um Sicherungs- und Sprengarbeiten an der Kanzelgalerie. Diese Arbeiten sind nicht einfach, denn die geologischen Verhältnisse verlangen nach besonderen Schutzmaßnahmen. So wird ein zusätzlicher Steinschlagschutzzaun in rund 80 Metern Höhe errichtet. Es gibt also viel zu tun!
Die Sperrungen finden in der Zeit vom Montag, 11. Mai bis Mittwoch, 13. Mai, jeweils zwischen 7.30 und 12.30 Uhr sowie von 13.30 bis 18 Uhr statt. Nach dem Abschluss der Arbeiten wird die Reschenstraße über Christi Himmelfahrt wieder zweispurig befahrbar sein. Doch das ist noch nicht alles: Am 20. oder 21. Mai ist eine weitere Sperre zwischen 8 und 12 Uhr geplant, bei der Felsblöcke kontrolliert abgesprengt werden sollen. Und keine Sorge, die Gesteinsmassen werden durch den neu errichteten Steinschlagschutzzaun aufgefangen.
Umleitungen und Auswirkungen auf den Verkehr
Während der Sperrzeiten müssen Autofahrer eine Umleitung über die B185 Martinsbrucker Straße und die H27 Engadinerstraße in der Schweiz in Kauf nehmen. Es ist wichtig zu beachten, dass Anhänger über 6,5 Meter und Busse über 13 Meter von dieser Umleitung ausgenommen sind. Wer also mit einem großen Fahrzeug unterwegs ist, muss sich großräumig ausweichen. Auch der öffentliche Verkehr ist betroffen: Die Buslinien 210 und 270 werden über Martina in der Schweiz umgeleitet, und die Linie 273 zwischen Landeck und Mals hat mit Verspätungen zu kämpfen. Wer also auf die Busse angewiesen ist, sollte sich den aktuellen Fahrplan unter www.vvt.at anschauen.
Außerhalb der Sperrzeiten bleibt die Baustelle einspurig mit Ampelregelung passierbar. Das ist zwar eine Erleichterung, aber dennoch bleibt die Baustelle als schwierig im Gedächtnis. Man könnte fast sagen, dass die Reschenstraße zum Symbol für die Herausforderungen der Verkehrssicherheit geworden ist.
Langfristige Perspektiven und Straßenbau
Die Bauarbeiten an der Kanzelkehre sind nicht nur eine kurzfristige Angelegenheit. Die aktuellen Tagessperren sind bis zum 8. Mai 2026 geplant, und es wird erwartet, dass von September bis November 2026 erneut Tagessperren anstehen. Ein Lichtblick könnte die zweispurige Verkehrsführung über Weihnachten 2025 sein, die den Reisenden vielleicht ein wenig Erleichterung bringen wird.
Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Plans zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland, wo das Bundesverkehrsministerium (BMV) mit seinem Verkehrssicherheitsprogramm 2021-2030 an einem Strang zieht. Dabei spielen sowohl der Mensch als auch die Fahrzeuge und die Verkehrsinfrastruktur eine wichtige Rolle. Die Einhaltung von technischen Regelwerken und die Durchführung von Sicherheitsbewertungen sind entscheidend, um Unfälle zu vermeiden und die Straßen für alle sicherer zu gestalten.
Die Baustelle an der Reschenstraße zeigt eindrücklich, wie wichtig solche Maßnahmen sind. Der Verkehr muss sicherer werden, und dafür sind manchmal auch unangenehme Arbeiten nötig. Vielleicht ist es ja auch ein kleiner Preis, den wir zahlen, um die Sicherheit auf unseren Straßen zu gewährleisten.