Kreativität im Ruhestand: Robert Oberrainer und die Stadtstickerei in Lienz
In der malerischen Schweizergasse in Lienz hat Robert Oberrainer, 74 Jahre alt, sein kreatives Refugium gefunden. Hier betreibt er die „Stadtstickerei“, die er vor einem Jahr wieder ins Leben gerufen hat. Oberrainer sieht die Stickerei nicht als Geschäft, sondern als Hobby. Es geht ihm um die Freude an der kreativen Arbeit, nicht um wirtschaftlichen Druck – eine Einstellung, die in der heutigen Zeit selten geworden ist. Vor mehr als 50 Jahren machte er sich als Schaufensterdekorateur selbstständig und hat seitdem zahlreiche kreative Projekte umgesetzt. Ein bemerkenswertes Highlight seiner Karriere war die Gestaltung für die Eröffnungsfeier des Weltcups in Sölden. Auch nach seiner Pensionierung vor 12 Jahren blieb die Stickerei ein wichtiger Teil seines Lebens.
In einem kleinen, aber feinen Geschäftslokal in der Schweizergasse, wo die Mietpreise in der Innenstadt oft unerschwinglich sind, führt Oberrainer seine Leidenschaft weiter. Die Miete stemmt er durch Teile seiner Pension. Dass er keine finanziellen Zwänge hat, ermöglicht es ihm, in seinem eigenen Tempo zu arbeiten – oft bestickt er Taufkleider, Handtücher oder Firmenlogos auf T-Shirts. Die Stickmotive können bis zu 16 Farben beinhalten, was die Vielfalt seiner Arbeiten unterstreicht. Mit zwei treuen Stickmaschinen, die ihn seit 15 Jahren begleiten, hat er viel Freude daran, kreative Ideen umzusetzen.
Kreativität im Ruhestand
Der Bestickungsprozess ist je nach Motiv durchaus zeitintensiv und dauert von wenigen Minuten bis über eine halbe Stunde. Es ist faszinierend zu beobachten, wie aus einem einfachen Stück Stoff ein individuelles Kunstwerk entsteht – eine kreative Entfaltung, die Oberrainer geistig fit hält. Er plant, die Stickerei bis zu seinem 80. Lebensjahr fortzuführen. Damit ist er Teil eines größeren Trends: Immer mehr Senioren entdecken Hobbys, die nicht nur Freude bereiten, sondern auch das Leben bereichern können. Hobbys im Ruhestand bieten eine wunderbare Gelegenheit zur Selbstverwirklichung und zur Vermeidung von Langeweile und Einsamkeit.
Die Vielfalt an Freizeitaktivitäten ist enorm: von kreativen Hobbys wie Malen und Basteln bis hin zu sportlichen Aktivitäten wie Yoga und Nordic Walking. Diese Tätigkeiten fördern nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das geistige Wohlbefinden. Soziale Kontakte werden geknüpft, und es fällt leichter, neue Freundschaften zu schließen. Einmal mehr zeigt sich, dass Hobbys im Alter wichtig sind – sie helfen, das Leben aktiv zu gestalten und die Lebensqualität zu verbessern.
Ein erfülltes Leben durch Engagement
Oberrainers Engagement in der Stickerei ist ein Paradebeispiel für die positiven Effekte von Hobbys im Ruhestand. Er hat keine festen Öffnungszeiten, sondern arbeitet nach Terminvereinbarung. Das gibt ihm die Freiheit, seine Zeit flexibel zu gestalten, was besonders in der heutigen schnelllebigen Zeit von großer Bedeutung ist. Hobbys wie das seine fördern nicht nur die Kreativität, sondern auch die geistige Fitness. Und das ist nicht zu unterschätzen – gerade im Alter ist es wichtig, aktiv zu bleiben und neue Fähigkeiten zu erlernen.
Ob Gartenarbeit, Musik machen oder einfach nur Lesen – all diese Aktivitäten tragen dazu bei, das Leben lebenswert zu machen. Oberrainer lebt dieses Prinzip vor. Seine Stickerei ist nicht nur ein Geschäft, sondern ein Ausdruck seiner Leidenschaft und ein Weg, auch im Ruhestand aktiv und glücklich zu bleiben. Die Stadtstickerei wird noch viele Jahre Freude bringen – sowohl ihm als auch seinen Kunden.
Für mehr Informationen zu Oberrainers inspirierender Geschichte und der „Stadtstickerei“ besuchen Sie bitte die Quelle hier.
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