Heute ist der 26. Mai 2026, und in Reutte wird der Erfolg des Judo-Teams Wängle gefeiert. Die jungen Kämpferinnen und Kämpfer des Vereins sind gerade von einem internationalen Nachwuchsturnier in Südtirol zurückgekehrt und haben dabei eine beachtliche Medaillenausbeute erzielt. In Rodeneck, wo über 250 Judoka aus südtiroler Judoclubs am Start waren, war das Team Wängle der einzige österreichische Vertreter mit insgesamt 12 Kämpfern. Das zeigt einmal mehr, wie stark der Judosport in unserer Region ist.

Besonders bemerkenswert ist die Leistung von Leni Günther. Die erst fünfjährige Athletin kämpfte bereits in ihrem dritten Turnier und konnte sich über die Bronzemedaille in der Bambini 1 Gruppe freuen. Felix Haider, ebenfalls neu im Wettkampfgeschehen, beeindruckte mit einer Silbermedaille in seinem ersten Judoturnier. Er gewann zwei Kämpfe und zeigte, dass er das Zeug dazu hat, im Judo weiter Fuß zu fassen.

Erfolgreiche Kämpfer und spannende Begegnungen

Olivier Goral, der mit seinen sechs Jahren einen ersten Kampf gewinnen konnte, sicherte sich den dritten Platz. Fenja Konzmann erreichte in der Bambini 2 Gruppe den zweiten Platz – ein kleiner Fehler kostete sie die Goldmedaille, aber das ist halt Judo. Amelie Fasser hingegen war nicht zu stoppen. Sie gewann die Goldmedaille, indem sie ihre Gegnerinnen sowohl im Stand- als auch im Bodenkampf dominierte. Mats Günther, ein weiterer Stolz des Teams, gewann alle Kämpfe und sicherte sich den ersten Platz, während Yannick Huber trotz einer Verletzung mutig kämpfte und Bronze holte.

Die weiteren Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Ivan Apukthin, der alle Kämpfe gewann, wurde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Gabriel Gundolf erkämpfte sich Silber, verlor jedoch im Finale aufgrund einer knappen Punktewertung. Samuel Lokin und Daniel Mustafa, der erst seit letztem Herbst im Team ist, sicherten sich beide die Bronzemedaille. Anais Huber, die in der U14 kämpfte, erreichte ebenfalls den dritten Platz nach harten Kämpfen. Diese Ergebnisse sind nicht nur ein Grund zur Freude, sondern zeigen auch, wie viel Potenzial in der jungen Generation steckt.

Training und Vorbereitung auf neue Herausforderungen

Während die jungen Judoka aus Wängle die Erfolge feiern, stehen für viele von ihnen bereits die nächsten Herausforderungen an. Am 26. Mai 2026 fand in Kienbaum ein DJB-U15-Sichtungslehrgang statt, bei dem mehrere Nachwuchsjudoka aus Hessen teilnahmen. Die Veranstaltung dauerte mehrere Tage und umfasste sowohl athletische als auch judospezifische Überprüfungen. Der erste Tag begann mit dem BIP-Test, einem judo-spezifischen Ausdauertest, um die Belastbarkeit der Athletinnen und Athleten unter intensiver körperlicher Beanspruchung zu überprüfen. Am zweiten Tag folgte eine zentrale Leistungsüberprüfung mit Randori-Überprüfungen, bei denen die Teilnehmenden in mehreren Runden gegeneinander antraten. Die Effektivität der Würfe wurde dabei aus verschiedenen Wurfrichtungen bewertet.

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Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die jungen Talente aus Reutte und Umgebung weiterentwickeln. Die Erfahrungen, die sie beim internationalen Turnier in Südtirol gesammelt haben, werden sicherlich dazu beitragen, ihre Fähigkeiten im Judo weiter zu verbessern. Und wer weiß, vielleicht sehen wir das ein oder andere Gesicht bald auch auf höheren Wettkämpfen wieder. Die Zukunft des Judosport in unserer Region sieht vielversprechend aus!