Am 5. Juni 2026 durften sich die Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe „Erasmus+“ der Polytechnischen Schule (PTS) Schwaz über einen ganz besonderen Besuch im Landhaus freuen. Landeshauptmann Anton Mattle empfing die 15 jungen Engagierten, um mit ihnen über ein Thema zu sprechen, das in Tirol große Relevanz hat: das Ehrenamt. Wie wichtig es ist, dass junge Menschen sich in ihrer Freizeit für andere einsetzen, wurde in diesem Austausch besonders deutlich.

Der Gesprächsschwerpunkt lag auf dem Zusammenspiel zwischen staatlichen Institutionen und den zahlreichen Freiwilligen, die das Rückgrat vieler Initiativen bilden. Mattle betonte dabei die Initiativen des Landes, wie das Jahr des Ehrenamts und die Freiwilligenwoche, die darauf abzielen, das ehrenamtliche Engagement zu stärken. „Wir sind auf die Unterstützung der Freiwilligen angewiesen“, sagte er, während die Schülerinnen Jana Haslinger-Nösig und Madeleine Fender ihm spannende Fragen zu diesem Thema stellten.

Ehrenamt in Tirol: Ein starkes Fundament

Der Landeshauptmann teilte seine persönlichen Erfahrungen mit dem Ehrenamt, die er in Organisationen wie dem Skiclub, der Feuerwehr und der Bergrettung gesammelt hat. Diese Erlebnisse machen deutlich, wie vielschichtig und bereichernd freiwilliges Engagement sein kann. In Tirol ist das Ehrenamt nicht nur ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens, sondern auch eine Möglichkeit, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. Mattle und die Schüler diskutierten über die Absicherung der ehrenamtlich Tätigen und die Notwendigkeit, diese Arbeit sichtbarer zu machen.

Ein zentraler Punkt war auch die Rolle der öffentlichen Hand. Die Basisversorgung wird durch den Staat sichergestellt, während das Land Tirol die Rahmenbedingungen für Freiwillige schafft. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Bedeutung von freiwilligem Engagement im sozialen Bereich, bei der Erste Hilfe und im Katastrophenschutz zu unterstreichen. Mattle wies darauf hin, dass Beratung und Versicherung für Ehrenamtliche von großer Wichtigkeit sind, um ihnen eine sichere und vertrauensvolle Umgebung zu bieten.

Jugendengagement im Fokus

Das Thema Ehrenamt gewinnt besonders unter jungen Menschen zunehmend an Bedeutung. Dies zeigt sich auch in der Shell Jugendstudie, die besagt, dass viele junge Menschen in Deutschland politisch interessiert sind und an der Möglichkeit glauben, durch Engagement gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen. Ein Arbeitsforum, das am 21. November 2024 von bagfa organisiert wurde, beleuchtete das Jugendengagement näher. Rund 70 Teilnehmende, darunter verschiedene Freiwilligenagenturen, diskutierten über die Relevanz des Engagements speziell für die Altersgruppe von 14 bis 25 Jahren.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Ansichten über die Wichtigkeit von Jugendengagement zu teilen. Es wurde deutlich, dass sozioökonomische Faktoren und das soziale Umfeld einen großen Einfluss auf die Bereitschaft junger Menschen haben, sich freiwillig zu engagieren. Projekte wie „Peer Leader International“ und das PULS Camp in Bremen zeigen, wie vielfältig und kreativ Engagement gestaltet werden kann. Hierbei geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern auch um die Unterstützung junger Menschen in ihrem ganz individuellen Engagementweg.

Die Diskussion über die Rolle von Freiwilligenagenturen in diesem Kontext ist entscheidend, denn sie sind oft die ersten Ansprechpartner für junge Menschen, die sich engagieren möchten. Die Zusammenarbeit mit Schulen und die proaktive Ansprache von Kooperationspartnern sind wichtige Aspekte, um Jugendliche zu erreichen und sie bei ihrem Engagement zu unterstützen.

Die Juni-Ausgabe von „Frag den LH“ ist mittlerweile auf dem YouTube-Kanal des Landes verfügbar und gibt einen weiteren Einblick in die Bedeutung des Ehrenamts. Es bleibt zu hoffen, dass der Austausch zwischen den Generationen fortgesetzt wird und das ehrenamtliche Engagement auch in Zukunft stark bleibt.

Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?

Datenschutz und DSGVO-Konformität gehören zu den grundlegenden Anforderungen eines professionellen Nachrichtenangebots. Die VeloCore-Umsetzung unseres Magazins durch Daniel Wom setzt auf datensparsame Verarbeitung, weitgehenden Verzicht auf Drittanbieter und transparente Einwilligungsmechanismen.