Das Jahr 2026 wird für die Gemeinde Tux ein ganz besonderes sein. Hier wird nicht nur der 50. Jahrestag der Schließung des Magnesitwerks gefeiert, ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte von Tux, sondern auch zahlreiche weitere Jubiläen stehen an. Wer hätte gedacht, dass sich hinter diesen Feierlichkeiten so viel Geschichte und Gemeinschaftsgeist verbirgt?

Von 1926 bis zu seiner Schließung im Jahr 1976 prägte das Magnesitwerk die Region, sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Bis zu 400 Menschen fanden dort Arbeit, was viele Familien direkt betraf. In Vorderlanersbach entstand sogar eine Werkssiedlung mit Schule, Kapelle und allem, was die Bergleute benötigten. Das Projektteam unter der Leitung von Chronist Franz Josef Haag hat sich vorgenommen, diese bewegende Geschichte mit einer Reihe von Veranstaltungen zu würdigen. Ein erstes Highlight wird das Frühjahrskonzert der Bundesmusikkapelle Tux sein, das den Auftakt markiert.

Jubiläen und Feiern in Tux

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten wird die Barbarafeier am 4. Dezember sein. Dort wird nicht nur ein Buch präsentiert, sondern auch ein Dokumentarfilm, der die Geschichte des Magnesitwerks lebendig werden lässt. Zudem hat der Gemeinderat beschlossen, eine Skulptur in Vorderlanersbach aufzustellen – ein bleibendes Zeichen für die Bedeutung des Magnesitwerks in der Region.

Doch das ist nicht alles: Hintertux feiert zudem 100 Jahre Zugehörigkeit zur Gemeinde Tux. Dieser Ort ist bekannt für seine atemberaubende Lage am Gletscher, der als Wirtschaftsmotor fungiert. Die Traditionen wie Landwirtschaft und der Almabtrieb haben hier ebenfalls einen hohen Stellenwert. Die Vorbereitungen für das Jubiläum werden von Gemeindevorstand Hermann Egger geleitet. Geplant sind eine Andacht am Tuxerjoch am 25. September sowie ein Festakt beim Hintertuxer Oktoberfest.

Das Magnesitwerk und seine Geschichte

Das Magnesitwerk selbst hat eine spannende Geschichte. Entdeckt wurde das Magnesitlager bereits 1910 von Geologen. Der Abbau begann 1927 und das Werk war für die Region von enormer Bedeutung. Täglich wurden bis zu 150 Tonnen kaustisch gebrannter Magnesit produziert. Doch die Zeiten waren nicht immer einfach. Der Abbau musste im Laufe der Jahrzehnte immer wieder angepasst werden, und schließlich kam es 1976 zu dem entscheidenden Punkt: der Betrieb wurde eingestellt.

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Im Rahmen der Feierlichkeiten wird das Projekt „Das Magnesitwerk Tux als wirtschaftliche Keimzelle“ ins Leben gerufen. Die Gemeinde Tux ist Träger dieses Projekts, das von November 2025 bis Ende 2026 laufen wird. Mit einem Budget von 47.064 Euro, von dem 80 % gefördert werden, sollen die wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte des Magnesitwerks in den Vordergrund gerückt werden. Ziel ist es, die Bedeutung für Tux und das Zillertal sichtbar zu machen und gleichzeitig regionale Wertschöpfung zu schaffen.

Für die Organisatoren ist es wichtig, kreative Betriebe in die Projekte einzubeziehen – sei es bei Druckereien oder Medienproduktionen. Außerdem wird die Zusammenarbeit mit Tourismusverbänden und regionalen Hoteliers angestrebt, um die Angebote für Besucher zu bereichern.

Ein Bürgermeister im Rückblick

Ein weiterer Grund zur Freude ist, dass Bürgermeister Simon Grubauer in diesem Jahr auf 10 Jahre im Amt zurückblickt. Seit 2016 lenkt er die Geschicke der Gemeinde und hat dabei viel Verantwortung übernommen. In dieser Zeit gab es schöne Begegnungen, die ihn geprägt haben.

Während sich die Gemeinde auf die vielen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr vorbereitet, spürt man die Vorfreude und den Gemeinschaftsgeist, der Tux durchzieht. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, die Vergangenheit zu würdigen und gleichzeitig die Zukunft zu gestalten. Wer weiß, was die nächsten Jahrzehnte bringen werden – aber jetzt, jetzt wird gefeiert!

Die gesamte Berichterstattung und weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel auf meinbezirk.at.

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