Heute ist der 3. Juni 2026 und die Region Schwaz hat in den letzten Tagen einiges an Aufregung durchlebt. Am 29. Mai wurden die Freiwillige Feuerwehr Wiesing und zahlreiche andere Einheiten alarmiert. Um 12:07 Uhr ertönte das Einsatzstichwort „Brand Bahndamm“, und die Feuerwehrleute machten sich auf den Weg zur Einsatzstelle. Die Alarmstufe wurde schnell auf Sirenenalarm erhöht, als die Leitstelle Tirol mehrere Notrufe erhielt. Auf der Anfahrt war bereits eine starke Rauchentwicklung sichtbar – ein unmissverständliches Zeichen für die Ernsthaftigkeit der Lage.

Die Brandfläche umfasste etwa 150 m² und drohte sich auszubreiten. Der Einsatzleiter entschied, weitere Feuerwehren zur Unterstützung anzufordern, darunter Jenbach, Eben am Achensee, Schwaz mit dem Abrollbehälter Tank 7000, Münster und die Betriebsfeuerwehr Innio Jenbacher. Eine der größten Herausforderungen stellte die Löschwasserversorgung dar. So musste das Wasser mit Tanklöschfahrzeugen über einen Weg von bis zu 300 Metern zur Einsatzstelle transportiert werden. Auch die Verlegung von Schlauchleitungen entlang der Achenseebahntrasse war notwendig. Schließlich wurde eine 300 Meter lange Zubringerleitung von einem Löschwasserbehälter aufgebaut, um die Einsatzkräfte mit ausreichend Wasser zu versorgen.

Gemeinsame Anstrengungen der Feuerwehr

Insgesamt wurden über 900 Meter Schlauchleitungen verlegt. Nach drei Stunden harter Arbeit konnte „Brand aus“ gemeldet werden. Ein gutes Gefühl – die Gefahr war gebannt, und die Feuerwehr hatte Schlimmeres verhindert. Doch das war nicht der einzige Einsatz an diesem Tag. Um 14:22 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Eben am Achensee wegen eines Glimmbrands im Rofangebirge alarmiert. Die Brandstelle war rasch lokalisiert, jedoch gab es keine Möglichkeit für Fahrzeuge, zur Einsatzstelle zu gelangen. Hier kamen Feuerwehrkräfte und die Bergrettung Maurach ins Spiel und transportierten ihre Ausrüstung mit der Rofanseilbahn. Mit Löschrucksäcken, Schanzwerkzeug und Motorsägen machten sie sich auf den Weg zur Brandstelle, die nach einem 20-minütigen Fußmarsch erreicht werden konnte.

Der Brand hatte sich auf eine größere Fläche ausgeweitet und war tief in den Waldboden sowie das Unterholz eingedrungen. Die Wasserversorgung war begrenzt, nur etwa zehn Gehminuten entfernt gab es Viehtränke. Um die Situation zu entschärfen, wurden die Libelle Tirol und die Feuerwehr Schwaz mit dem Abrollbehälter FLIEGE nachalarmiert. Unterstützt wurde der Einsatz auch von einem Polizeihubschrauber, der fünf Wassertransporte durchführte. Nach etwa zwei Stunden wurde der Brand auf etwa 1.700 Metern Seehöhe erfolgreich gelöscht. Die Libelle Tirol musste jedoch weiter zu einem weiteren Waldbrandeinsatz in Waidring, sodass die Feuerwehrkräfte nach getaner Arbeit den Rückweg ins Tal zu Fuß antreten mussten.

Erfahrungen aus anderen Einsätzen

Solche Szenarien sind nicht isoliert. Am 9. März gab es einen ähnlichen Vorfall in Bayern, als ein Zug auf der Bahnstrecke München-Ingolstadt zwischen Paindorf und Grafing 20 Brände entlang einer 24 Kilometer langen Strecke auslöste. Hier waren Feuerwehren aus Paindorf, Scheyern, Schweitenkirchen und Wolnzach im Einsatz. Sie arbeiteten mit zwei Löschgruppenfahrzeugen und einem Mehrzweckfahrzeug zusammen. Der Einsatz dauerte etwa zwei Stunden, und die abgebrannten Bereiche wurden am Nachmittag kontrolliert, ohne dass ein Wiederaufflammen notwendig war.

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Beide Einsätze verdeutlichten die Herausforderungen, die bei Vegetations- und Waldbränden in schwer zugänglichem Gelände entstehen können. Das koordinierte Zusammenwirken mehrerer Feuerwehren und die Unterstützung aus der Luft waren entscheidend für die erfolgreiche Bekämpfung der Brände und die Verhinderung größerer Schäden. Die Einsatzkräfte können sich auf ihre Ausbildung und Erfahrung verlassen, aber die Unberechenbarkeit von Bränden in der Natur bleibt stets eine große Herausforderung.

Für die Feuerwehrleute ist es oft ein Balanceakt zwischen schnellem Handeln und der Sicherheit aller Beteiligten. Man muss ständig auf der Hut sein – die Natur ist unberechenbar, und jeder Einsatz kann der nächste große Test sein.