Ein tragischer Vorfall hat sich am vergangenen Samstag in Aschau, im Bezirk Schwaz, ereignet. Eine Herde Schottischer Hochlandrinder ist aus einer umzäunten Weide ausgebrochen. Der 38-jährige Landwirt, der die Tiere am Vormittag auf eine Alm transportieren wollte, stellte überrascht fest, dass die Tiere panikartig die Flucht ergriffen, als die Stromzufuhr des elektrischen Zauns abgestellt wurde. Leider kam es zu einem verheerenden Unglück: Elf Tiere kamen ums Leben, und der entstandene Schaden beläuft sich auf eine fünfstellige Summe. Die Rinder entkamen über das Aschauerhörndl und stürzten in einer steilen, felsdurchsetzten Rinne ab, während zwei weitere in der Nähe eines Forstwegs zu Tode kamen. Der Bauer und mehrere Helfer suchten mehrere Stunden nach den Rindern, bevor die Bergung der Kadaver in die Wege geleitet wurde. Mehr Informationen zu diesem Vorfall sind in einem Bericht der Die Presse zu finden.

Ein ähnliches Schicksal ereilte ein Schottisches Hochlandrind namens Otis, das am Montag die Weidefläche auf der Naturerbefläche der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Borken verließ. Otis verfang sich im Weidezaun und konnte von seinem Halter nicht beruhigt werden. Zunächst blieb das Tier mit einem Bein hängen, jedoch strangulierte es sich zunehmend im Draht, was schließlich dazu führte, dass es durch einen Tierarzt vor Ort getötet werden musste. Tragisch, oder? Die beiden anderen Bullen, Malcolm Junior und Markus, blieben glücklicherweise unbeschadet und folgten Otis nicht. Der Weidezaun wurde umgehend repariert, und der Halter ist sichtlich traurig über den Verlust seines gutmütigen Rindes. Schottische Hochlandrinder sind nicht nur beeindruckend, sie leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Landschaftspflege und tragen zur Erhaltung des Offenlandes bei. Mehr dazu gibt’s in einem Artikel der Borkener Zeitung.

Die Rolle der Hochlandrinder für die Natur

Diese Rinderrasse hat sich als besonders robust gegenüber widrigen Wetterbedingungen und kargem Futter bewährt. Sie sind nicht nur widerstandsfähig, sondern auch exzellente Landschaftspfleger. Eine gemeinsame Forschungsarbeit der Universitäten Heidelberg und Göttingen sowie der Forschungsanstalt Agroscope der ETH Zürich hat gezeigt, dass Hochlandrinder besser geeignet sind, extensive Wiesen zu pflegen und die Artenvielfalt zu steigern, verglichen mit klassischen, schwereren Rinderrassen. Die Hypothese, dass diese Tiere eine höhere Artenvielfalt auf Weideflächen fördern, wurde durch die Forschungsergebnisse bestätigt. Interessanterweise spielt das Fell der Hochlandrinder eine Rolle bei der Verbreitung von Samen. Wer mehr über diese spannende Forschung erfahren möchte, kann die Ergebnisse in englischer Sprache kostenlos herunterladen – ein echter Schatz für alle Natur- und Tierliebhaber! Weitere Informationen hierzu sind auf der Webseite Highland.de verfügbar.

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