In Schwaz tut sich etwas im Bereich der Wärmeversorgung! Die Stadtwerke Schwaz haben das Projekt „Wärme Schwaz“ ins Leben gerufen, das auf umweltfreundliches Heizen abzielt. Das Ziel ist klar: eine unabhängige, nachhaltige und klimaneutrale Wärmeversorgung für die Stadt. Dies stellt das größte Investitionsvorhaben der Stadtwerke Schwaz nach deren Ausgliederung aus der Stadtgemeinde dar. Die Bürgermeisterin Victoria Weber und Stadtwerke-Geschäftsführer Karl Heinz Greil haben das Projekt bereits vorgestellt, und Vertreter anderer politischer Parteien waren ebenfalls anwesend. Eine spannende Zukunft für Schwaz zeichnet sich ab!

Der Wärmebedarf für die Stadt Schwaz beträgt beeindruckende 116 GWh pro Jahr. Um diesen Bedarf zu decken, wird das Projekt in Stufen unterteilt. Die erste Baustufe wird mehr als 800 Gebäude im östlichen Gemeindegebiet mit Wärme versorgen und etwa ein Drittel des gesamten Wärmebedarfs abdecken. Die Wärmeerzeugung erfolgt an zwei Standorten: zum einen in der Energiezentrale der Stadtwerke mit modernen Wärmepumpen und Power-to-Heat-Systemen, zum anderen wird Abwärme aus einem Biomasse-Kraftwerk der Firma Syncraft im Gewerbegebiet Ost genutzt.

Umfassende Planungen und Info-Kampagne

Aktuell laufen die Detail- und Einreichplanungen für die erste Baustufe. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2027 beginnen, und die ersten Haushalte könnten bereits im Winter 2028 mit Wärme versorgt werden. Um die Bürgerinnen und Bürger umfassend zu informieren, wird parallel eine Informationskampagne gestartet. Potenzielle Kunden werden kontaktiert, um Abnahmeverträge zu vereinbaren. Auch die rechtlichen Grundlagen und Fördermöglichkeiten für das Projekt werden genauestens geprüft.

Ein unterirdisches Leitungsnetz wird die erzeugte Wärme zu den Verbrauchern transportieren. Dies ersetzt die Notwendigkeit eigener Wärmeerzeugungsanlagen in den angeschlossenen Gebäuden. Der Anschluss an das Wärmenetz erfolgt unkompliziert, und bestehende Heizsysteme können in der Regel weiter genutzt werden. „Wärme Schwaz“ funktioniert zudem für verschiedene Gebäudetypen, ist leise, sicher und wartungsarm. Diese Aspekte sind entscheidend, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu fördern.

Ein Schritt in die Zukunft

Die Initiative „Wärme Schwaz“ ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer umweltfreundlicheren Wärmeversorgung. Die Nutzung lokaler, erneuerbarer Energiequellen, wie gereinigtem Abwasser und Waldrestholz aus heimischer Forstwirtschaft, schafft nicht nur eine nachhaltige Infrastruktur, sondern trägt auch zur regionalen Wertschöpfung bei. Es ist wichtig, die vorhandenen Potenziale dieser Technologien zu nutzen und den Wechsel zu erneuerbarer Wärme in Bestandsgebäuden zu forcieren.

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Die Entwicklungen in Schwaz stehen im Einklang mit den aktuellen Anforderungen an die Wärmewende in Europa. Der Wärmesektor muss bis spätestens 2050 vollständig mit Erneuerbaren Energien gedeckt und nahezu klimaneutral sein. Schwaz könnte hier als Vorreiter gelten, indem es den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmesektor erhöht und gleichzeitig den Energieverbrauch in Gebäuden minimiert. Dieses Projekt könnte somit nicht nur den Bewohnern von Schwaz zugutekommen, sondern auch als Beispiel für andere Städte dienen.

Für weitere Informationen über das Projekt „Wärme Schwaz“ und die bevorstehenden Entwicklungen können interessierte Bürgerinnen und Bürger den öffentlichen Infoabend am 28. Mai um 18:30 Uhr im SZentrum besuchen oder sich über die offizielle Stadtwebsite informieren. Mehr Details zu den Plänen finden Sie auch in der Berichterstattung der Kronen Zeitung und auf der Website der Stadt Schwaz.