Heute ist der 1. Mai 2026, und in Dreieich-Sprendlingen gibt es Neuigkeiten, die die Angelgemeinde und darüber hinaus in Atem halten. Im Weiher des Angelsportvereins (ASV) wurde ein toter Wels entdeckt – und das ist kein gewöhnlicher Fisch. Mit einer Länge von 2,60 Metern und einem Gewicht von 100 Kilogramm hat dieser Wels nicht nur die Herzen von Anglern höher schlagen lassen, sondern auch einen jahrzehntelangen Mythos beendet. Seit den 1980er-Jahren kursierten Geschichten über einen riesigen Wels, der im Weiher leben sollte. Nun ist klar, dass diese Geschichten nicht nur in den Köpfen der Angler existierten.
Der Wels wurde von Gewässerwart Ralf Schütze und einigen weiteren Mitgliedern des Vereins geborgen. Das Gewicht des Kadavers war so enorm, dass er nur mit vereinten Kräften und zwei Schubkarren abtransportiert werden konnte. Man fragt sich, wie lange der Fisch unbemerkt im Weiher lebte und wie er solch eine beeindruckende Größe erreichen konnte. Es ist anzunehmen, dass er ein großes Leben im Weiher führte und viele der eingesetzten Fische nicht an den Haken gingen. Die Legende lebt, auch wenn der Fisch nun nicht mehr genießbar war und von einem Tierverwerter abgeholt wurde. Ein trauriges Ende für eine beeindruckende Kreatur.
Ein Verein im Wiederaufbau
Der ASV Sprendlingen ist nicht nur wegen des Welses in den Schlagzeilen. Der Verein kämpft nach einem verheerenden Brand im April 2025 um den Wiederaufbau seines Vereinsheims, das durch den Brand einen Schaden von rund 50.000 Euro erlitten hat. Die Kriminalpolizei stellte das Verfahren wegen des Brandes ein, da es keine Ermittlungsansätze gab. Dennoch zeigt die Gemeinschaft großen Zusammenhalt: Spenden von Privatpersonen und Unternehmen helfen beim Wiederaufbau. Ein Teil des Klubhauses, darunter eine Küchenzeile, ist bereits wiederhergestellt, was Hoffnung in die Reihen der Mitglieder bringt.
In der letzten Jahreshauptversammlung wurden neue Wahlen durchgeführt. Klaus Schmidt, Marco Wunsch und Jens Schubert wurden als Vorsitzende bestätigt. Auch das Führungsteam wurde mit bewährten Kräften ergänzt, wie Schatzmeister Thilo Meider und Gewässerwart Ralf Schütze. Besonders erfreulich war die Ehrung langjähriger Mitglieder: Walter Paumgartner und Ralf Schütze wurden für 50 Jahre, Patrick Schütze für 40 Jahre und Oswin Olschewsky sowie Bettina Schmidt für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet. Diese Treue zeugt von der starken Bindung der Mitglieder an ihren Verein.
Ein Fisch, der Wellen schlägt
Der Fund des Welses hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. In den Medien wird über den riesigen Fisch berichtet, der nun die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen des ASV lenkt. Auch wenn der Wels eine sensationelle Geschichte darstellt, bleibt die praktische Realität des Vereins bestehen. Die Mitglieder müssen weiterhin hart arbeiten, um den Wiederaufbau voranzutreiben und ihre Traditionen zu pflegen. Auch die Geschichten rund um den Wels werden weiterleben – ein Teil des Erbes des Vereins, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Die Zukunft des ASV Sprendlingen bleibt spannend – sowohl im Hinblick auf den Wiederaufbau des Vereinsheims als auch auf die Erhaltung der Mythen und Geschichten, die den Verein umgeben. Wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch einen weiteren geheimnisvollen Wels im Weiher? Man sollte die Angler im Auge behalten, denn sie sind immer auf der Suche nach dem nächsten großen Fang.
Für mehr Informationen über die Hintergründe des Welsfundes und die Situation des ASV Sprendlingen, besuchen Sie die umfassende Berichterstattung in der Quelle hier.