In den letzten Tagen hat die Tour of Austria, die seit 2023 unter diesem Namen firmiert, wieder für Aufregung gesorgt. Die österreichischen Radprofis haben sich auf den Straßen ihrer Heimat so richtig ins Zeug gelegt. Besonders die Leistung von Rainer Kepplinger aus Walding sticht hervor. Der Radprofi, der für das World Tour Team Bahrain Victorious fährt, trat an seinem ersten „Tour of Austria“-Rennen an und trug stolz das Nationalteam-Trikot. Er war nicht nur als Einzelkämpfer unterwegs, sondern unterstützte auch seinen Teamkollegen Gregor Mühlberger entscheidend auf dem Weg zum Gesamtsieg. Bei den Staatsmeisterschaften im Einzelzeitfahren errang Kepplinger den zweiten Platz und zeigt damit, dass er sich in guter Form befindet.

Ein weiterer bemerkenswerter Teilnehmer war Marvin Hammerschmid, der mit 30 Jahren seine vierte Ö-Rundfahrt absolvierte und den 54. Platz belegte. Er fährt für das Schwingshandl Intralogistics Team, das erst kürzlich zur Tour eingeladen wurde. Auf der letzten Etappe machte Fabian Steininger vom selben Team auf sich aufmerksam, indem er den achten Platz belegte. Das Team war oft in Fluchtgruppen vertreten und zeigte, dass sie sich in der Radrennszene einen Namen machen wollen. Interessanterweise waren auch Marvins Zwillingsbruder Raphael und Onkel Karl als sportliche Leiter im Betreuerauto aktiv – eine Familienangelegenheit, die sicherlich für zusätzliche Motivation sorgte!

Junge Talente und erfahrene Fahrer

Der 20-jährige Paul Viehböck, der jüngste Teilnehmer der Tour, fuhr für das Tirol KTM Cycling Team. Er unterstützte seinen Teamkollegen Nicolas Ginter während der gesamten Tour und hat bereits einen beeindruckenden Hintergrund, da er zuletzt beim Giro del Val D’Aosta in Italien unterwegs war. Nun steht ihm ein Höhentrainingslager in Gurgl bevor – das wird spannend! Währenddessen bereitet sich Rainer Kepplinger in Frankreich auf die Burgos Rundfahrt vor. Die Entscheidung über seine Teilnahme an der Vuelta steht noch aus, aber seine Form lässt aufhorchen.

Das Nationalteam, das an der Tour of Austria teilnimmt, war das erste heimische Team seit 2004 und besteht aus sechs Fahrern, darunter Kepplinger, Alexander Hajek und Hermann Pernsteiner, der bereits einen zweiten Platz bei der Tour of Austria im Jahr 2018 belegt hat. Hajek äußerte, dass es eine Ehre sei, das rot-weiß-rote Trikot in der Heimat zu tragen. Er plant, bei der ersten Etappe von Graz nach Gamlitz ein gutes Ergebnis zu erzielen. Die jungen Fahrer wie Sebastian Putz und Valentin Hofer haben ebenfalls hohe Ziele und möchten sich für die WorldTour empfehlen. Hofer konnte kürzlich den zweiten Platz auf der dritten Etappe der Oberösterreich-Rundfahrt erreichen.

Die Geschichte der Tour of Austria

Die Tour of Austria, die 1949 ins Leben gerufen wurde, hat sich im Laufe der Jahre zu einem der bedeutendsten Radrennen in Europa entwickelt. Früher als Österreich-Rundfahrt bekannt, erlebte das Event in den 90er-Jahren einen Aufschwung an Reputation. Die Rundfahrt umfasst zwischen sieben und zehn Etappen und ist ein wichtiger Teil der UCI Europe Tour. Die letzte Tour fand nach einer dreijährigen Pause statt, und 2026 wird die Tour zum 75. Mal ausgetragen. Die Vorfreude ist groß, besonders da Lidl seit 2026 als Namenssponsor fungiert.

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Es ist erstaunlich, wie viele Österreicher seit 1949 die Tour gewonnen haben – insgesamt zwanzig! Und der erfolgreichste Etappensieger, Franz Deutsch, hat es auf stolze zwölf Tagesabschnitte gebracht. Die Tour ist nicht nur ein Wettkampf, sondern auch eine Plattform für junge Talente, die sich für größere Herausforderungen empfehlen wollen. Die Straßen Österreichs sind bereit, und die Radprofis sind es auch!

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