Am 19. Oktober 2026 war es endlich soweit: Der Lehrgang „Klimabildung im Garten“ fand in Tulln seinen feierlichen Abschluss. Ein Event, das nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch die gesamte Region aufhorchen ließ. Organisiert von „Natur im Garten“, richtete sich dieser Kurs speziell an Pädagoginnen und Pädagogen, die sich mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinandersetzen wollen. Es ging darum, gartenpädagogische Methoden zu erlernen, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch dazu anregen, aktiv zu handeln.

Insgesamt 15 Teilnehmer haben den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen und können nun stolz eine Teilnahmebestätigung ihr Eigen nennen. Darunter auch Tereza Erler aus Absdorf im Bezirk Tulln. Die Vielfalt der Teilnehmenden war beeindruckend: Pädagogik-Studierende, Lehrkräfte sowie Freizeit-, Sozial- und Umweltpädagogen kamen zusammen, um sich den Themen Wetterextreme, klimatolerante Obst- und Gemüsesorten und Schulgartenplanung zu widmen. Ein echter Austausch von Ideen, der in den kommenden Jahren sicher Früchte tragen wird!

Ein Projekt mit Weitblick

Der Lehrgang war Teil des ERASMUS+-Projektes „Gardenpedagogy in times of climate crisis“, das Partner aus Tschechien, der Slowakei und Deutschland vereinte. Dieses Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert und hat das Ziel, das Potenzial von Naturgärten als Lernräume für nachhaltige Klimabildung aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus klar auf der praktischen Umsetzung: „Natur im Garten“ unterstützt nicht nur diesen Lehrgang, sondern bietet auch Programme und Workshops für Schulen und Kindergärten an. Und das Beste daran: Methoden und Materialien für gartenbezogenes Lernen sind auf der Plattform www.lernenimgarten.at leicht zugänglich.

Ein weiterer spannender Punkt des Projekts war das zweite Partnertreffen, das kürzlich in Tulln stattfand. Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Slowakei und Tschechien diskutierten darüber, wie Klimabewusstsein in Bildungseinrichtungen durch den Lernraum Garten gefördert werden kann. Die Atmosphäre war lebhaft, und die Ideen sprudelten nur so. Im Musterschulgarten von „Natur im Garten“ wurden Anforderungen an Schulgärten für Klimafreundlichkeit erörtert und die Bedürfnisse der PädagogInnen zur Wissensvermittlung angesprochen. Exkursionen zu Projekten wie der essbaren Gemeinde und dem Alchemistenpark in Kirchberg am Wagram erweiterten den Horizont der Teilnehmenden.

Klimabildung für alle

Die Bedeutung der Klimabildung wird immer deutlicher. Die Organisation Klimabildung e.V. hat sich darauf spezialisiert, Menschen zu befähigen, eine klimagerechtere Welt zu gestalten. Mit interaktiven Bildungsformaten wird versucht, Lösungen zur Klimakrise aufzuzeigen. Das Ganze ist wissenschaftlich fundiert und soll möglichst viele Menschen erreichen – in Schulen, Hochschulen und auch online. So werden Materialien, digitale Tools und beratende Unterstützung bereitgestellt, um eine breite Teilnahme zu ermöglichen.

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Umweltbewusstsein und Gartenpädagogik – das sind zwei Seiten derselben Medaille. Die Arbeit von „Natur im Garten“ und ihren Partnern zeigt, dass Bildung im Freien nicht nur Spaß macht, sondern auch einen echten Unterschied machen kann. Wenn wir die nächsten Generationen dazu anregen, sich für die Natur zu interessieren und Verantwortung zu übernehmen, können wir gemeinsam die Herausforderungen des Klimawandels meistern. Und das beginnt ganz einfach im eigenen Garten.