Maronistand der FPÖ Tulln bringt Andreas Bors mit Bürgern ins Gespräch
Herbstwetter, der Duft von gerösteten Kastanien und am Tullner Hauptplatz einiges an Gesprächsstoff: Die FPÖ Tulln veranstaltete dort kürzlich einen Maronistand. Zahlreiche Besucher kamen vorbei, aßen frisch gebratene Maroni und nutzten die Gelegenheit, mit Funktionären der Partei ins Gespräch zu kommen.
„Wir freuen uns über den großen Zuspruch und die zahlreichen Gespräche“, erklärte FPÖ-Landtagsabgeordneter und Stadtrat Andreas Bors. Der direkte Kontakt mit den Bürgern sei besonders wichtig. Zwischen Maronischalen und dem typischen Herbstgeruch wurde also nicht nur gegessen, sondern auch diskutiert.
Gespräche am Hauptplatz
Der Stand fand an einem Freitag bei herbstlichem Wetter statt. Auf dem Foto sind GR Jürgen Schneider, Stephan Koutnik, BR Andreas Spanring, GR Michaela Tamas, LAbg. Andreas Bors, GR Robert Handelberger und GGR Heinrich Pegler zu sehen.
Berichtet wurde über die Veranstaltung am 18. Oktober 2026 von Stefan Öllerer auf oe-news.at. Der Beitrag der „Bezirksblätter“ erschien am 27. Oktober 2026.
Wer Andreas Bors ist
Andreas Bors wurde am 17. August 1989 in Wien geboren. Der österreichische FPÖ-Funktionär ist Bezirksparteiobmann der FPÖ Tulln. Nach dem Besuch einer Handelsschule arbeitete er zunächst als Vertriebsmitarbeiter, ehe er 2013 Regionalreferent der FPÖ in Niederösterreich wurde. Seit dem 28. Juni 2021 ist Bors Landesparteisekretär der FPÖ Niederösterreich.
Seine politische Laufbahn war allerdings auch von einer Affäre begleitet. 2014 veröffentlichten die Bezirksblätter ein Foto, das Bors als Jugendlichen mit zwei weiteren Personen und ausgestrecktem rechten Arm zeigte. Zunächst bestritt er, dass die Geste als Hitlergruß gemeint gewesen sei. In einem ORF-Interview am 18. November bezeichnete er sie später als „saudumm“ und erklärte, sie im betrunkenen Zustand gemacht zu haben.
2015 wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet, später jedoch wegen Verjährung eingestellt. Im Herbst 2017 berichteten Medien erneut über das Foto, nachdem Bors als jüngstes Mitglied für den Bundesrat nominiert worden war.
Vom Verzicht zum Landtag
Das Bundesratsmandat nahm Bors nicht an. Als Grund nannte er zunächst eine Medienkampagne, die Regierungsverhandlungen beeinträchtigen und die Chancen der FPÖ bei der nächsten Landtagswahl schmälern könne. Anfang Dezember 2017 nominierte die FPÖ Niederösterreich Ina Aigner an seiner Stelle für den Bundesrat.
Anschließend verzichtete Bors auch auf eine Kandidatur bei der niederösterreichischen Landtagswahl im Jänner 2018. Nach eigenen Angaben hätte er als Spitzenkandidat im Bezirk Tulln gute Chancen auf einen Einzug gehabt. Die FPÖ-Landesführung erklärte die Affäre um den mutmaßlichen Hitlergruß für abgeschlossen.
Bei der niederösterreichischen Landtagswahl 2023 trat Bors als FPÖ-Spitzenkandidat im Wahlkreis Tulln an und zog in den Landtag ein. Seine Partnerin ist Anna Groiss, eine Enkelin von Hans Jörg Schimanek. Sie ist als Gemeinderätin und im Europäischen Parlament tätig.
