Heute ist der 23.09.2026. In Urfahr geht es um die beruflichen Träume der Generation Z. Diese junge Generation, geboren zwischen 1997 und 2010, hat ihren eigenen Kopf, wenn es um die Berufswelt geht. Eine spannende Studie von Harald Kindermann von der Fachhochschule OÖ zeigt, dass das Interesse an MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) stark zurückgeht. Und das nicht nur bei den Burschen – auch die Mädchen verlieren das Interesse. Ein Rückgang von 7,18% bei Burschen und 5,75% bei Mädchen ist zwischen 2023 und 2026 zu beobachten. Dabei sind MINT-Berufe gefragt und gut bezahlt! Komisch, oder?

Die Direktorin der Polytechnischen Schule Bad Leonfelden, Elfriede Draxler, hat ebenfalls eine Umfrage zu den Berufswünschen ihrer Schüler durchgeführt. Die Ergebnisse sind aufschlussreich: Viele Schüler streben nach klassischen Berufen wie Tischler, Zimmerer oder Maurer. Einige träumen sogar von Karrieren in sozialen Medien, wie YouTube oder Instagram. Aber technische Berufe sind besonders bei den Mädchen weniger beliebt – im Fachbereich Metall sind zum Beispiel nur 3 Mädchen von 21 Schülern vertreten. Da fragt man sich: Wo sind die Frauen in den technischen Berufen?

Berufliche Orientierung und Werte der Generation Z

Die Generation Z hat klare Vorstellungen, was ihnen bei der Arbeit wichtig ist. Spaß an der Arbeit, ein gutes Arbeitsklima, Teamarbeit und faire Bezahlung stehen ganz oben auf der Liste. Aber auch die Freizeit spielt eine große Rolle. Viele wünschen sich, dass sie mit Freunden gemeinsam die Lehre beginnen können. In den Polytechnischen Schulen Ottensheim und Neufelden sind technische Berufe bei den männlichen Schülern sehr populär, während die Mädchen eher Büroberufe wie Büro- und Bankkauffrau oder Mediendesignerin wählen. Der Friseurberuf, der früher bei den Mädchen sehr beliebt war, ist mittlerweile weniger gefragt, was möglicherweise auf Unverträglichkeiten zurückzuführen ist.

Die Generation Z ist die erste, die mit dem Internet und Social Media aufgewachsen ist. In Deutschland macht sie etwa 14,8% der Bevölkerung aus. Dort zeigen rund 75% der Generation Z Interesse an einer Berufsausbildung, aber viele sind skeptisch, was die Verdienstmöglichkeiten und die Flexibilität angeht. Fast 50% informieren sich über Ausbildungsangebote auf Online-Portalen, während 22% Social Media nutzen. Das zeigt, wie wichtig digitale Kanäle für die Berufswahl sind.

Der Trend weg von MINT-Berufen

Einige Studien zeigen, dass der Rückgang des Interesses an MINT-Berufen nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland zu beobachten ist. Trotz der hohen Gehälter in diesen Bereichen bleibt das Interesse gering. Geschlechtsspezifische Unterschiede sind deutlich, und Initiativen zur Förderung von Frauen in technischen Berufen haben noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Trend entwickeln wird.

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Die Generation Z hat klare Erwartungen an ihre Arbeitgeber. Sie suchen nach Abenteuern, Abwechslung und neuen Lernmöglichkeiten. Eine gute Work-Life-Balance und das Angebot von Homeoffice-Optionen sind ebenfalls gefragte Punkte. Es wird interessant sein zu sehen, wie Unternehmen auf diese Forderungen reagieren und ob sie in der Lage sind, die Talente der Generation Z zu gewinnen.