In der öffentlichen Bibliothek Reichenthal dreht sich am Freitag, 6. November 2026, alles um die Klimakrise. Um 19:30 Uhr spricht die österreichische Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb über die Frage „Klimakrise – was können wir tun?“.

Im Mittelpunkt stehen die sozialen Auswirkungen des Klimawandels und die Möglichkeiten, wie Menschen selbst zum Klimaschutz beitragen können. Die Botschaft des Abends lautet: „Für Pessimismus ist es zu spät – wir können handeln!“ Der Eintritt kostet 8 Euro. Kartenreservierungen sind per E-Mail an buecherei-reichenthal@bibliotheken.at möglich.

Von Viren bis zur Biodiversität

Kromp-Kolb ist em. o. Univ.-Prof. Dr. und war an der Universität für Bodenkultur Wien tätig, am Institut für Meteorologie sowie am Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit. Bei einem Vortrag am Freitag, 3. Oktober 2025, um 19:30 Uhr im Veranstaltungssaal der Marktgemeinde Taxenbach ging es um die Zusammenhänge des Klimawandels mit Viren, dem Verlust der Biodiversität und dem Verhältnis des Menschen zur Natur.

Damals standen die Gefahren des Klimawandels und mögliche Lösungswege im Mittelpunkt. Anschließend war eine Diskussion mit dem Publikum vorgesehen. Der Eintritt erfolgte gegen freiwillige Spenden. In Reichenthal setzt die Veranstaltung nun einen anderen Akzent: weniger Resignation, mehr die Frage, was im Alltag tatsächlich möglich ist.

Folgen, die längst sichtbar sind

Der Klimawandel beeinflusst Natur, Gesellschaft, Wirtschaft und den Alltag. Schmelzende Gletscher, häufigere Hitzetage und ein verändertes Zugvogelverhalten gehören ebenso zu den beobachteten Folgen wie ein früherer Frühlingsbeginn im Vergleich zu vor etwa 40 Jahren. Beobachtete und berechnete Veränderungen werden direkt mit dem vom Menschen verursachten Treibhausgasausstoß in Verbindung gebracht.

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Neben langfristigen Veränderungen – etwa steigenden Durchschnittstemperaturen und einem höheren Meeresspiegel – nehmen auch kurzfristige Klimaschwankungen zu. Häufiger auftretende Extremwetterereignisse wie Starkregen, Dürren und Hitzesommer machen das spürbar, manchmal sehr direkt: wenn Keller volllaufen, Böden austrocknen oder die Hitze tagelang in den Häusern steht.

Die Folgen fallen je nach Region und Sektor unterschiedlich aus. Deutschlandweit steigen die Temperaturen, überall nehmen die Risiken durch Starkregen und Trockenheit zu. Wie stark einzelne Regionen, Sektoren und Bundesländer betroffen sind, unterscheidet sich jedoch deutlich.

Was Modelle für die Zukunft zeigen

Das Monitoring zur Deutschen Anpassungsstrategie, kurz DAS, dokumentiert alle vier Jahre die beobachteten Klimawandelfolgen in Deutschland, die eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen und Veränderungen in 15 Handlungsfeldern. Dafür werden ausgewählte Indikatoren und Messdaten herangezogen. Der Monitoringbericht gibt einen umfassenden Überblick über das Ausmaß der Klimafolgen und den Stand der Anpassung in Deutschland.

Die Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021, kurz KWRA 2021, untersucht mögliche zukünftige Klimafolgen in Deutschland. Sie beschreibt Risiken des Klimawandels, Möglichkeiten zur Anpassung und jene Klimawirkungen, bei denen besonders dringender Handlungsbedarf besteht. Laut KWRA können die Klimarisiken künftig erheblich zunehmen – vor allem dann, wenn Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen ausbleiben.

Für die Abschätzung solcher Entwicklungen werden Szenarien und Modelle eingesetzt: globale und regionale Klimamodelle, Klimafolgenmodelle sowie sozioökonomische Szenarien. Klimaprojektionen zeigen, wie sich das Klima unter verschiedenen Szenarien menschlicher Treibhausgasemissionen entwickeln könnte. Klimafolgenmodelle verknüpfen diese Projektionen mit Erkenntnissen darüber, wie sich das Klima auf Menschen, Natur und Wirtschaft auswirkt. Ein Abend in der Reichenthaler Bibliothek, ein großes Thema – und eine E-Mail-Adresse für die Kartenreservierung.