Am 28. Mai 2026 wurde in Innsbruck ein bedeutendes Ereignis gefeiert: die Verleihung des Österreichischen Staatspreises Holzbau. In einem festlichen Rahmen wurden herausragende Projekte ausgezeichnet, die Maßstäbe für ressourcenschonendes und zukunftsorientiertes Bauen mit Holz setzen. Die internationale Fachjury, bestehend aus Nicole Berganski, Annette Hafner und Pirmin Jung, hatte die schwere Aufgabe, aus 41 nominierten Projekten die besten auszuwählen. Letztlich wurden drei Hauptpreise und zwei Anerkennungen verliehen.
Die Hauptpreise gingen an beeindruckende Bauprojekte: Die Firmenzentrale der Windkraft Simonsfeld in Ernstbrunn, die HTL Bau und Design in Innsbruck und das Rathaus in Hohenems. Jedes dieser Projekte zeigt, wie innovativ und nachhaltig Holz als Baustoff genutzt werden kann. Besonders die Firmenzentrale, entworfen von juri troy architects, und die HTL, gestaltet von ao-architekten, verdeutlichen, wie Holzbau in die moderne Architektur integriert werden kann.
Preise und Anerkennungen
Besonders hervorzuheben sind die Anerkennungen, die ebenfalls an bemerkenswerte Projekte vergeben wurden. Die Schulen in Hittisau, realisiert von Architekt Matthias Bär ZT GmbH, und das Ronald McDonald Kinderhaus in Salzburg, entworfen von LP architektur, setzen ebenfalls auf die Vorteile des Holzbaus. Diese Projekte tragen zur Förderung eines umweltbewussten Bauens bei und schaffen gleichzeitig Räume, die für die Gemeinschaft von großer Bedeutung sind.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Vergabe des Innovationspreises Holz. Hier wurden kreative Ideen zur stofflich-mechanischen Nutzung von Holz ausgezeichnet. JOANNEUM RESEARCH erhielt den ersten Preis für eine elektrisch leitende Holzoberfläche, während das Wood Vision Lab für die Umwandlung von Laubholz in Hochleistungsmaterial und Rubner Holzindustrie für die Entwicklung neuer Produkte geehrt wurden. Solche Innovationen sind entscheidend für die Zukunft des Holzbaus.
Holzbauinitiative und ihre Ziele
Die Bedeutung des Holzbaus wird durch die Holzbauinitiative des Bundes, die 2023 beschlossen wurde, noch verstärkt. Diese Initiative hat das Ziel, klima- und ressourcenschonendes Bauen mit Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen zu fördern. Dabei wird besonders auf den Wissenstransfer und die Innovationsstärkung geachtet – schließlich soll der Holzanteil im Bauwesen bis 2030 signifikant erhöht werden.
Die Initiative richtet sich an Fachakteure in der Planung, Bauwirtschaft, Forschung und Verwaltung und umfasst acht Handlungsfelder. Dazu zählen die Vorbildfunktion des Bundes, die Stärkung von Forschung und Innovation sowie die Unterstützung des kreislaufgerechten Bauens. Die Holzbauquote im Wohnbau liegt mittlerweile schon bei über 20%, was zeigt, dass die Nachfrage nach dieser nachhaltigen Bauweise stetig wächst.
Insgesamt ist die Verleihung des Staatspreises Holzbau ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Sie zeigt nicht nur, wie wertvoll Holz als Baustoff ist, sondern auch, wie wichtig es ist, innovative Ideen zu fördern und umzusetzen. Und das ist erst der Anfang – mit den laufenden Initiativen und dem Engagement der Branche darf man gespannt sein, was die Zukunft noch für den Holzbau bereithält. Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten und der Preisverleihung finden sich hier.
