In Innsbruck haben die „Mountainmen“ einen neuen Vespaclub gegründet. Die Mitglieder sind ein bunter Haufen, der sich zusammen auf eine aufregende Reise nach Rom aufgemacht hat. Was das Besondere daran ist? Diese Tour fand im Rahmen des Internationalen Vespatreffens statt, das anlässlich des 80. Geburtstags der Vespa gefeiert wurde. Hermann Weiskopf, ein international ausgezeichneter Filmregisseur, war einer der Teilnehmer und reiste mit seiner Vespa 300 GTV in der Vorhut. Zusammen mit Alexander Auerswald auf einer Vespa Px 125 aus dem Jahr 1981 haben sie sich auf die Reise begeben, die über den Brenner-Pass und das malerische Penserjoch führte.

Die Route war nicht nur ein Genuss für die Augen, sondern auch für die Seele. Vorbei an der Südtiroler Weinstraße, die am Kalterer See entlangführt, legten sie eine Rast in Tramin ein. Weiskopf empfahl Torri del Benaco als ruhigen Ort am Gardasee – ein echtes Kleinod. Dort besuchten sie auch Brescello, bekannt aus der Serie „Don Camillo und Peppone“. Das Abenteuer führte die Gruppe weiter über den Apennin und den Passo della Futa nach Siena, wo die atemberaubenden Landschaften und die kulturellen Highlights der Fahrt Weiskopf nachhaltig beeindruckten.

Von der Vespa zur Glaubenssuche

Doch die Reise hatte nicht nur einen touristischen Charakter. Hermann Weiskopf plant die Weltpremiere seines Dokumentarfilms „Ride back to Faith“ am 20. Februar 2026 im Metropol-Kino Innsbruck. Dieser Film ist mehr als nur eine Dokumentation über eine Vespa-Tour nach Rom. Es geht um eine Pilgerreise im Heiligen Jahr 2025, die sich als neuer Zugang zu Glaubensfragen und zu sich selbst entpuppt. Die Reise beginnt am Grab von Hermanns verstorbenem Vater in Innsbruck, ein emotionaler Ort, der mit Erinnerungen und Fragen aufgeladen ist.

Vor über 40 Jahren hatte Weiskopf die Kirche aus „jugendlicher Rebellion“ und infolge eines Streits mit seinem Vater verlassen. Seitdem hatte er kaum Auseinandersetzungen mit Glaubensfragen. Auf seiner Reise trifft er verschiedene Menschen und diskutiert deren Sicht auf den Glauben. Diese Begegnungen sind oft geprägt von persönlichen Geschichten und existenziellen Fragen, die Weiskopf bewegen. Er wird von Albträumen und Schuldgefühlen geplagt – eine Reise, die nicht nur physisch, sondern auch spirituell herausfordernd ist.

Der Weg der Selbstfindung

Im Dom zu St. Jakob in Innsbruck nimmt die spirituelle Reise eine unerwartete Wende. Weiskopf möchte im neuen Film die Kirche erlebbar machen und die Vorteile einer Glaubensgemeinschaft thematisieren. Mit seiner Vespa, die eine einladende und freundliche Ausstrahlung hat, will er zeigen, wie das Reisen Menschen verbindet und zu neuen Perspektiven führt. Seine Frau und Kinder sind katholisch, drängen ihn aber nicht zur Rückkehr zur Kirche – ein Umstand, der seine Überlegungen umso komplexer macht.

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„Ride back to Faith“ wird in mehreren Sprachen produziert und soll im Herbst/Winter 2025/26 erscheinen. Weiskopf hat bereits ein Online-Crowdfunding auf „Indiegogo“ gestartet, um die Finanzierung des Films zu sichern. „Ride back to Faith“ ist Teil einer Trilogie, die mit „Ride back to Freedom“ und „Ride back to Best Age“ fortgesetzt wird. Ein weiteres Projekt von Weiskopf, ein Theaterstück mit dem Titel „Carl Lampert – das erste Gebet“, soll 2026 im Landestheater Vorarlberg Premiere feiern.

Die Reise nach Rom und die parallele Auseinandersetzung mit Glaubensfragen zeigen, wie eng persönliche und spirituelle Erfahrungen miteinander verbunden sind. Weiskopf hebt die positiven Erinnerungen an die Reise hervor und die Bedeutung, die sie für ihn hat. Der Vespaclub „Mountainmen“ ist nicht nur ein Zusammenschluss von Gleichgesinnten, sondern ein Symbol für Freiheit, Gemeinschaft und die Suche nach dem eigenen Weg im Leben.

Für mehr Informationen über die Reise und die geplanten Filmprojekte lohnt sich ein Blick auf die Berichterstattung über die Tour, die hier nachzulesen ist.

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