Krisenvorsorge: Wie man sich und seine Familie auf Unvorhergesehenes vorbereitet
Heute ist der 15.10.2026. In Vöcklabruck dreht sich alles um das Thema Krisenvorsorge, und wer könnte da besser Einblicke geben als Marcel Zeller, der Katastrophenhilfsdienst-Kommandant der Rotkreuz-Ortsstelle Seewalchen? Anlässlich einer Informationsveranstaltung hat Zeller eindringlich erklärt, wie wichtig es ist, sich auf unvorhersehbare Krisen wie Stromausfälle, Hochwasser, Cyberangriffe oder Versorgungsengpässe vorzubereiten. Diese Situationen können unseren Alltag auf den Kopf stellen – und zwar schnell! Es geht nicht nur um das, was wir im Notfall tun, sondern auch um die Vorbereitungen, die wir im Vorfeld treffen.
Ein zentraler Punkt, den Zeller anspricht, ist die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einsatzorganisationen in Großschadenslagen. „In der Krise Köpfe kennen“, lautet seine 3K-Regel. Das bedeutet, dass man sich vorher kennt und die Arbeitsweise der anderen Organisationen versteht. Denn nur so kann man im Ernstfall effizient handeln. Zeller hat auch einige Fragen aufgeworfen, die jeder für sich selbst beantworten sollte: „Kann ich helfen? Kann ich gehen? Darf ich gehen? Wissen wir, was zu tun ist?“ Diese Überlegungen sind entscheidend, um im Notfall schnell und richtig reagieren zu können.
Die Bedeutung der Familie
Ein weiterer Aspekt, den der erfahrene Kommandant betont, ist der Rückhalt von der Familie. Es ist wichtig, einen Treffpunkt für den Ernstfall zu vereinbaren. Denn wenn plötzlich alles drunter und drüber geht, sollte man wissen, wo man seine Liebsten wiederfindet. Arbeitgeber spielen dabei auch eine Rolle; sie sollten freiwillige Helfer unterstützen, insbesondere wenn diese längere Einsätze leisten müssen. Ein starkes Team ist nur so gut wie die Unterstützung, die es erhält.
Die Einsatzorganisationen müssen geübte Zuständigkeiten, Abläufe und Kommunikationswege haben, um auf Krisen vorbereitet zu sein. Und was kann jeder Einzelne für seine persönliche Krisenvorsorge tun? Zeller empfiehlt, einen Vorrat an Trinkwasser, haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten, wichtigen Dokumenten, Taschenlampen und warmer Kleidung anzulegen. Auch innerhalb der Familie sollten Absprachen getroffen werden – man weiß ja nie, wann man darauf zurückgreifen muss.
Technologie zur Unterstützung
Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel in der Krisenvorsorge ist die Team Österreich-App. Sie informiert über behördliche Katastrophen- und Wetterwarnungen und unterstützt dabei, gut vorbereitet zu sein. So kann man sich jederzeit einen Überblick über die aktuelle Lage verschaffen und gegebenenfalls handeln. OÖ Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz bringt es auf den Punkt: „Vorsorge stärkt die Fähigkeit der Gesellschaft, schwierige Situationen gemeinsam zu bewältigen.“ Das klingt nach einer starken Aussage, die in Zeiten wie diesen nicht oft genug wiederholt werden kann.
Wie oft denkt man eigentlich darüber nach, was im Notfall alles schiefgehen kann? Zeller und sein Team leisten nicht nur wertvolle Aufklärungsarbeit, sondern tragen auch dazu bei, ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Krisenvorsorge zu schaffen. In einer Welt, die sich ständig verändert und in der unerwartete Situationen jederzeit eintreten können, ist es gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die sich engagieren und andere dabei unterstützen, vorbereitet zu sein.
