In Voitsberg gibt es traurige Nachrichten: Das Land Steiermark hat die Förderung für die Community Nurses eingestellt. Das bedeutet, dass das Community Nursing-Projekt nicht mehr weitergeführt wird. Bürgermeister Bernd Osprian ist sichtlich betroffen und äußert sein Bedauern über das Ende eines so wertvollen Projekts. In einer Zeit, in der die Bedürfnisse älterer Menschen immer drängender werden, ist das ein harter Schlag.

Das Community Nursing bot über die Jahre hinweg niederschwellige Beratung, präventive Hausbesuche und persönliche Begleitung für ältere Menschen und deren Angehörige. Ein echtes Hilfsangebot, das die Lebensqualität vieler Menschen verbessert hat. Die engagierten Betreuerinnen Eva-Maria Unger, Bettina Stangl und seit letztem Jahr auch Karin Kalkhofer waren für die Umsetzung verantwortlich und haben sich mit Herz und Seele für die Senioren eingesetzt. Doch jetzt heißt es Abschied nehmen.

Die Bedeutung der Prävention

Osprian betont die Wichtigkeit von Prävention und frühzeitiger Beratung: „Gesundheitliche Risiken sollten frühzeitig erkannt werden.“ Das ist nicht nur ein leeres Gerede, sondern spiegelt die Erfahrungen wider, die man in Voitsberg gemacht hat. Es zeigt sich immer wieder, dass wohnortnahe Gesundheits- und Pflegeberatung entscheidend für das Wohlbefinden der Bevölkerung ist. Die Stadt Voitsberg sieht in der „Pflegedrehscheibe Plus“ einen wichtigen Schritt zur Verknüpfung von Prävention, Gesundheitsförderung und Pflegeberatung. Doch ohne die nötige finanzielle Unterstützung wird auch dieser Schritt schwierig sein.

Karin Kalkhofer hofft, dass die Community Nurses doch noch eine Fortführung finden können, denn der Bedarf ist nach wie vor da. Es braucht langfristige Lösungen und eine nachhaltige Absicherung der Gesundheits- und Pflegeangebote, so die Verantwortlichen. Die Stadtgemeinde hat dies erkannt und setzt auf eine umfassende Gesundheitsstrategie.

Ein Hoffnungsschimmer für 2026

Doch es gibt Lichtblick: Die Landesregierung der Steiermark hat beschlossen, die Community Nurse-Projekte für das Jahr 2026 fortzuführen. Insgesamt laufen aktuell 12 solcher Projekte in der Steiermark, finanziert vom Land und den teilnehmenden Gemeinden. Das bedeutet, dass auch in Voitsberg die Hoffnung auf eine Rückkehr der Community Nurses nicht ganz verloren ist. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl hat betont, wie wichtig diese Förderung trotz der angespannten Budgetsituation ist. „Die Community Nurses leisten einen wertvollen Beitrag zur wohnortnahen Versorgung“, so Klubobmann Marco Triller.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Förderungsrichtlinie wird im Oktober an die Gemeinden übermittelt, und die Verantwortlichen in Voitsberg sind gespannt, wie sich die Dinge entwickeln. Es bleibt abzuwarten, ob die Stadtgemeinde die Möglichkeit nutzt, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegekräfte direkt anzustellen oder über einen Trägerverein zu beschäftigen. Ein Hoffnungsschimmer für die älteren Bürgerinnen und Bürger von Voitsberg – und auch für die, die sich um sie kümmern.