Musikschulen in der Steiermark am Rande des Abgrunds: Förderstopp sorgt für Aufruhr
Heute ist der 24.10.2026. In Voitsberg brodelt es gewaltig in der Musikschulszene. Der Förderstopp für die weststeirischen Musikschulen in Bärnbach, Köflach und Voitsberg sorgt derzeit für große Unruhe. Landesrat Stefan Hermann hat die Ausgleichszahlungen für das laufende Schuljahr einfach gestoppt, und das hat die Verantwortlichen ganz schön aufgebracht. Bei einer Gesprächsrunde mit Hermann und dem Städte- und Gemeindebund kam es zu hitzigen Diskussionen, denn knapp 300.000 Euro an Ausgleichszahlungen stehen auf der Kippe.
Musikschuldirektor Wolfgang Jud hat die Situation als „Hängepartie“ bezeichnet. Ein treffendes Wort, denn die ungewisse Lage macht es den Schulen und Gemeinden nicht leicht. Die SPÖ hat bereits die Rücknahme des Auszahlungsstopps gefordert. Das lässt die Gemüter weiter erhitzen. Und während die Gespräche zur Evaluierung der Ausgleichszahlungen weitergehen, fragt man sich, ob das Musikschulgesetz, das voraussichtlich nicht vor 2027/28 verabschiedet wird, überhaupt noch rechtzeitig kommt.
Protestkundgebung und Unzufriedenheit
In Graz gab es bereits eine Protestkundgebung, wo neben Wolfgang Jud auch der Bürgermeister von Voitsberg, Jochen Bocksruker, anwesend war. Es ist kaum zu fassen, dass die Gemeinden in diesem Schuljahr keine Kosten sparen können, da die Tarife und Verträge bereits kommuniziert wurden. Gemeindebundpräsident Erwin Dirnberger äußerte sich unzufrieden über den Förderstopp und befürchtet, dass es keine vollständige Ausgleichszahlung für Härtefälle geben wird. Das ist ein Schlag ins Gesicht für viele, die auf diese Unterstützung angewiesen sind.
Die Klärung der erforderlichen Daten für Gemeinden und Musikschulen steht noch aus. Es bleibt abzuwarten, ob es hier bald eine Lösung geben wird. Ein Lichtblick könnte das Prüfverfahren des Bundesrechnungshofs sein, der die Ausgaben für Musikschulen in drei Bundesländern, einschließlich der Steiermark, unter die Lupe nimmt. Vielleicht bringt das ja endlich Bewegung in die festgefahrene Situation.
Die Lage ist angespannt, und viele fragen sich, wie es weitergeht. Vor allem die Musikschulen müssen jetzt stark sein und in dieser Zeit zusammenhalten. Das ist schließlich nicht nur ein finanzielles Problem, sondern betrifft auch die kulturelle Bildung unserer Kinder. Die Musik ist ein wesentlicher Teil unserer Gesellschaft, und darauf sollte man nicht verzichten müssen. Wo bleibt der Rückhalt für die, die sich für die musikalische Ausbildung unserer Jugend einsetzen? Eine Frage, die in der aktuellen Diskussion nicht unbeantwortet bleiben sollte.
