Am Freitagnachmittag, dem 30. Oktober 2026, ist ein Sattelzug auf der B70 aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gerutscht. Gegen 15 Uhr wurden die Feuerwehren Söding und Köppling zur Bergung alarmiert.

Beim Unfall trat eine größere Menge Diesel aus. Die Einsatzkräfte brachten den Austritt unter Kontrolle. Weil noch viel Treibstoff im Tank verblieben war, wurde die Feuerwehr Voitsberg mit einem Ölschadensfahrzeug nachalarmiert. Der Lkw-Fahrer wurde vom Roten Kreuz Voitsberg-Köflach versorgt.

B70 zeitweise komplett gesperrt

Zunächst konnte der Verkehr noch wechselseitig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Für die eigentliche Bergung wurde das Abschleppunternehmen ATSW Wuthe hinzugezogen. Der Sattelzug beanspruchte dabei ordentlich Platz – die B70 musste vollständig gesperrt werden.

Die Umleitung führte über teilweise sehr schmale Nebenstraßen. Zwischen St. Johann ob Hohenburg und Söding bildeten sich umfangreiche Staus. Rund drei Stunden dauerte die Bergung, danach wurde die B70 wieder für den regulären Verkehr freigegeben.

Im Einsatz standen drei Feuerwehren mit sieben Fahrzeugen. Weshalb der Sattelzug von der Straße abkam, ist weiterhin ungeklärt.

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397 Verkehrstote in Österreich im Jahr 2025

Wie riskant Situationen auf Österreichs Straßen werden können, zeigt auch die Verkehrsunfallstatistik des Innenministeriums. Im Jahr 2025 starben 397 Menschen – 46 mehr als 2024 mit 351 Todesopfern. Das entspricht einem Anstieg um 13,1 Prozent. Die Zahl lag etwa auf dem Niveau von 2023, als 402 Menschen ums Leben kamen, und war dennoch die fünftniedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Nur 2020 bis 2022 sowie 2024 wurden weniger als 400 Verkehrstote registriert.

1972 hatte es mit 2.948 Verkehrstoten den bisherigen Höchststand gegeben. Die 397 Todesopfer des Jahres 2025 entsprechen weniger als einem Siebtel davon – obwohl die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge im selben Zeitraum von 2,5 Millionen auf 7,4 Millionen stieg. Die Bundespolizei setzt zur Unfallvermeidung auf Überwachung, Kontrollen, Prävention und Bewusstseinsbildung.

Steiermark: 65 Todesopfer

In der Steiermark starben 2025 65 Menschen im Straßenverkehr, nach 63 im Jahr 2024. Die meisten Todesopfer verzeichnete Niederösterreich mit 108, gefolgt von Oberösterreich mit 73 und der Steiermark mit 65. In Tirol waren es 44, in Kärnten 35, in Salzburg 24, im Burgenland 19, in Wien 15 und in Vorarlberg 14.

Nach Verkehrsbeteiligung entfielen 164 Tote auf Pkw-Insassen. 81 Motorradfahrer starben, darunter 22 mit Leichtmotorrädern. Bei den Radfahrern gab es 65 Todesopfer, 31 davon waren mit E-Bikes unterwegs. Dazu kamen 53 Fußgänger, 11 Lkw-Insassen – neun davon in Klein-Lkw –, acht Lenker von Zug- und Arbeitsmaschinen, sieben Mopedfahrer, sechs E-Scooter-Lenker und zwei sonstige Beteiligte.

Die Zahl der getöteten Radfahrer und E-Bike-Lenker verdoppelte sich gegenüber 2024 von 32 auf 65. Langfristig war das der höchste Wert seit 2002, als 80 getötete Radfahrer registriert wurden. In diesem Bereich führte die Straßenpolizei 2025 vermehrt Schwerpunktaktionen durch.

Unachtsamkeit häufigste Ursache

Bei tödlichen Verkehrsunfällen war Unachtsamkeit oder Ablenkung mit 30,5 Prozent die häufigste Ursache. Nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit folgte mit 25,3 Prozent, Vorrangverletzungen machten 16,6 Prozent aus. Fehlverhalten von Fußgängern wurde bei 6,3 Prozent genannt, gesundheitliche Beeinträchtigungen bei 4,5 Prozent, die Missachtung von Geboten oder Verboten bei 3,9 Prozent und Überholen bei 3,7 Prozent. Sonstige Ursachen lagen bei 2,4 Prozent.

Bei 26 tödlichen Unfällen, also 6,8 Prozent, waren Alkohol, Drogen oder Medikamente im Spiel. Bei den wichtigsten Ursachen gab es gegenüber 2024 leichte Anstiege. Rückgänge wurden bei Überholen, Alkohol, Drogen und Medikamenten sowie bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen verzeichnet. 149 von 381 tödlichen Unfällen – 39,1 Prozent – waren Alleinunfälle mit nur einem beteiligten Fahrzeug.

Auf Autobahnen und Schnellstraßen starben 45 Menschen. Ihr Anteil lag bei 11,3 Prozent, das waren 13 mehr als 2024. Auf ehemaligen Bundesstraßen gab es 147 Tote, auf Landesstraßen 114 und auf sonstigen Straßen 91. 294 Todesopfer, also 74,1 Prozent, waren im Freiland zu beklagen, 103 beziehungsweise 25,9 Prozent im Ortsgebiet.

Acht Kinder bis 14 Jahre starben 2025 im Straßenverkehr. Drei waren Radfahrer, je zwei Fußgänger und Pkw-Insassen, eines fuhr einen E-Scooter. 2024 waren vier Kinder ums Leben gekommen, 2023 sieben. Unter den Fällen war auch ein siebenjähriges Kind, das bei einem Schulwegunfall starb.

Der schwerste Unfall des Jahres ereignete sich am 1. April 2025 auf der A2 bei Neunkirchen in Niederösterreich: Ein Pkw fuhr auf einen Sattelzug auf, fünf weibliche Pkw-Insassen aus der Ukraine starben.

Die Jahreswerte der Verkehrstoten: 2020 waren es 344, 2021 362, 2022 370, 2023 402, 2024 351 und 2025 397. Die Statistik wurde am 2. Jänner 2026 aktualisiert.