Martin Geicsnek und Helga Marwan-Schlosser sind beispiellose Vorbilder im Marathonlauf. Seit über einem Jahrzehnt nehmen sie an Marathons weltweit teil. Martin wurde 1996 mit Multipler Sklerose (MS) diagnostiziert. Auf den ersten Blick könnte die Diagnose den Gedanken an sportliche Betätigung verhindern; sein Arzt empfahl ihm ausdrücklich, den Sport zu meiden. Doch anstatt sich zurückzuziehen, nahm Martin die Herausforderung an und begann im Jahr 2000 zu laufen. Sein erster Marathon, der Vienna City Marathon, sollte der Startschuss für eine beeindruckende Karriere sein. In den vergangenen 26 Jahren hat er unglaubliche 144 Marathons sowie Ultraläufe und Ironmans absolviert. Dies unterstreicht eindrucksvoll, wie Sport lebenserhaltend wirken kann, besonders bei chronischen Erkrankungen.

Das Leben mit MS bringt eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich. Die chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems kann die alltäglichen Körperfunktionen stark beeinträchtigen, einschließlich Sehen, Sprechen, Muskelkraft und Koordination. Diese Beeinträchtigungen führen oft zu einer Einschränkung der sozialen Teilhabe der Betroffenen. Sport, insbesondere Mannschaftssport, eröffnet jedoch neue Möglichkeiten für Menschen mit MS. Es hilft nicht nur, die physische Gesundheit zu verbessern, sondern fördert auch die soziale Interaktion und kann somit eine Form der Isolation überwinden, die viele Betroffene empfinden. Dies ist besonders wichtig, da Sport als sinnvolle unterstützende Therapie für Menschen mit MS angesehen wird, wie aok.de berichtet.

Wirkung von Sport bei MS

Traditionell wurde körperlicher Aktivität bei MS eine negative Wirkung zugeschrieben, da angenommen wurde, sie könnte den Krankheitsverlauf verschlechtern. Neuere Forschungen haben jedoch gezeigt, dass Bewegung und Sport tatsächlich entzündungshemmende Botenstoffe freisetzen, die sich positiv auf Menschen mit MS auswirken können. Ein Phänomen, das als Uhthoff-Phänomen bekannt ist, könnte zwar die Symptome wie Erschöpfung und Lähmungen vorübergehend verschlimmern, hat aber keine negativen Auswirkungen auf die Schubrate der Erkrankung. msundich.de hebt hervor, dass es keine Sportart gibt, die bei MS von vornherein schlecht ist, solange auf die Signale des eigenen Körpers geachtet wird.

Die Vorteile von Sport reichen über die reine körperliche Fitness hinaus. So können gezielte Bewegungsformate wie Reha-Sport, die von ausgebildeten Sporttherapeuten geleitet werden, zur Linderung von Alltagsbeschwerden beitragen. Das Ziel dieser Angebote ist es, krankheitsbedingten Folgeschäden entgegenzuwirken und die Lebensqualität zu erhöhen. Gruppenaktivitäten fördern zudem soziale Kontakte und die Teilnahme am aktiven Leben, was für viele Betroffene eine erhebliche Bereicherung darstellt.

Bewegung im Alltag

Für Menschen, die lange mit MS leben, ist jede Form der Bewegung von Bedeutung. Bereits kurze Spaziergänge gelten als sportliche Leistungen und zeichnen sich durch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit aus. Wie aok.de erläutert, kann Sport auch das Risiko für Begleiterkrankungen wie Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen und Depressionen verringern. In dieser Hinsicht wird jede kleine Form der Bewegung zu einer Selbstbehauptung gegenüber der Erkrankung. Der inspirierende Weg von Martin Geicsnek ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, aktiv zu werden, und dass Menschen mit MS durch Sport nicht nur ihre Mobilität, sondern auch ihre Lebensqualität erheblich verbessern können.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren