Heute ist der 27.04.2026. In Bludenz kam es am 26.04.2026 um 13:30 Uhr zu einem besorgniserregenden Vorfall in der Sturnengasse. Die Einsatzkräfte wurden über eine Rauchentwicklung im Dachstuhl eines Wohnobjekts informiert. Sofort machten sich die Feuerwehr Bludenz und weitere Rettungskräfte auf den Weg, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Es stellte sich heraus, dass ein Glimmbrand oberhalb des Schornsteins die Ursache für die Rauchentwicklung war. Bei einem Glimmbrand handelt es sich um eine spezielle Form der Verbrennung, die ohne offene Flammen abläuft und bei der die Verbrennungsgeschwindigkeit sowie die Temperaturen geringer sind als bei klassischen Bränden. Diese Art der Brandentwicklung kann oft unentdeckt bleiben, da sie sich in schwer zugänglichen Bereichen oder über längere Zeiträume entwickeln kann.
Einsatzkräfte und Brandbekämpfung
Die Feuerwehr Bludenz reagierte schnell und brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte mit 8 Fahrzeugen der Feuerwehr Bludenz, 20 Einsatzkräfte mit 2 Fahrzeugen der Feuerwehr Bürs, 12 Rettungskräfte mit 5 Fahrzeugen, 6 Beamte der Bundespolizei sowie 3 Einsatzkräfte der Sicherheitswache Bludenz im Einsatz. Die Löscharbeiten fanden sowohl von außen mit einer Drehleiter als auch im Gebäude mit einem Atemschutztrupp statt. Rund 15 m² der Dachfläche wurden durch den Brand beschädigt.
Eine Person musste aus dem Gebäude evakuiert werden, aber glücklicherweise blieb niemand verletzt. Insgesamt wurden sieben Personen von den Rettungskräften betreut. Die Brandursache ist möglicherweise Funkenflug aus dem Schornstein einer Hackschnitzelheizung, was in der Region nicht ungewöhnlich ist.
Gefahren von Glimmbränden
Die Gefahren von Glimmbränden sollten nicht unterschätzt werden. Sie entstehen oft in Bereichen mit wenig Sauerstoff und eingeschränktem Luftstrom. Funken können hierbei Gase und Dämpfe entzünden, was zu einer potenziellen Ausbreitung des Feuers führen kann. Hohe Staubablagerungen können zudem Staubexplosionen verursachen, wenn der Staub aufgewirbelt wird. Eine plötzliche Zufuhr von Luftsauerstoff kann einen Glimmbrand in einen offenen Flammenbrand umwandeln, was die Situation dramatisch verschlechtern kann.
Die rechtzeitige Entdeckung eines Glimmbrands kann in offenen Räumen durch Zeugen oder Rauchmelder erfolgen, in versteckten Bereichen bleibt das Brandpotenzial jedoch oft unbemerkt. Daher ist es für Feuerwehrleute wichtig, sich der Gefahren bewusst zu sein, die von Glutnestern ausgehen können.
Die erfolgreiche Bekämpfung des Brandes in Bludenz zeigt, wie wichtig schnelle Reaktionen und gut ausgebildete Einsatzkräfte sind. Die Feuerwehr und die Rettungsdienste leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit der Bürger, und die Bevölkerung sollte sich stets der Brandgefahren bewusst sein.
Für weitere Informationen über Brände und deren Bekämpfung besuchen Sie bitte die Webseite zu Glimmbränden.
Wir danken der LPD Vorarlberg für die Informationen zu diesem Vorfall.