In Österreich steht eine spannende Wende im Bereich der erneuerbaren Energien bevor. Mit dem Start des ersten PV-Fördercalls am 23. April 2026 setzt die OeMAG, die zentrale Abwicklungsstelle für das Erneuerbare-Ausbau-Gesetz (EAG), ein klares Zeichen für die Zukunft der Photovoltaik. Ziel der Initiative ist die langfristige Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien, was angesichts steigender Anforderungen an Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Energieunabhängigkeit von großer Bedeutung ist. Der Fördercall läuft bis zum 11. Mai 2026 und bietet interessierten Förderwerbenden die Möglichkeit, Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher zu beantragen. Die hohe Nachfrage, die zu Beginn des Fördercalls mit knapp 29.000 gezogenen Tickets deutlich wurde, unterstreicht die Relevanz der Arbeit der OeMAG in diesem Bereich.
Die OeMAG wurde bereits im Mai 2022 mit der Abwicklung von Fördercalls im Bereich erneuerbare Energien betraut und sieht sich als aktive Gestalterin der Energiewende. Informationen zur Antragsstellung sowie zu den Förderkriterien sind auf der Website der EAG-Abwicklungsstelle verfügbar. Im Rahmen des aktuellen Fördercalls können innovative Photovoltaikanlagen sogar einen Zuschlag von 30% auf die Fördersätze erhalten, was die Investition noch attraktiver macht.
Details zu den Förderungen
Die Definitionen für innovative Photovoltaikanlagen sind vielfältig und umfassen unter anderem gebäudeintegrierte Photovoltaik, schwimmende Photovoltaik sowie Photovoltaikanlagen als Parkplatzüberdachung, sofern sie mindestens 10 Stellplätze oder 10 Fahrradabstellplätze bieten. Weitere interessante Anbringungsarten sind Photovoltaik an Lärmschutzwänden und -wällen oder auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, wobei hier ein Abschlag von 25% auf die Fördersätze vorgesehen ist. Dieser Abschlag entfällt jedoch bei verschiedenen Anbringungsarten, die im Detail im EAG und der EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom festgelegt sind.
Die Förderbeträge variieren je nach Kategorie der Photovoltaikanlage. So sind für die Kategorie A (bis 10 kWpeak) bis zu 150 Euro pro kWpeak möglich, während in der Kategorie D (über 100 bis 1.000 kWpeak) maximal 120 Euro pro kWpeak gefördert werden können. Zudem gibt es einen einmaligen Investitionszuschuss für neu errichtete Stromspeicheranlagen, der ebenfalls eine wichtige Rolle im Rahmen der Energiewende spielt.
Steuerliche Aspekte und weitere Förderungen
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Anwendung des Nullsteuersatzes auf Photovoltaikmodule, die grundsätzlich am 31. März 2025 endet. Daher sollten Interessierte nicht zögern, sich über die aktuellen Fördermöglichkeiten zu informieren und gegebenenfalls einen Antrag zu stellen. Ergänzend zu den bundesweiten Förderungen gibt es auch zahlreiche Umweltförderungen der einzelnen Bundesländer, die nachhaltige Wohnbauprojekte, Sanierungen und Solaranlagen unterstützen. Beispiele hierfür sind spezifische Förderungen in Kärnten, Salzburg und Wien für thermisch-energetische Wohnhaussanierungen sowie in Oberösterreich für Wärmeschutzmaßnahmen in betrieblich genutzten Gebäuden.
Insgesamt zeigt sich, dass die Initiative zur Förderung von Photovoltaikanlagen nicht nur einen Beitrag zur Energiewende leistet, sondern auch eine Chance für Investoren und Haushalte darstellt, sich aktiv an der nachhaltigen Entwicklung der Energieversorgung in Österreich zu beteiligen. Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind auf der Website der OeMAG und unter https://www.oem-ag.at/foerderung/ erhältlich. Die OeMAG hat sich als Schlüsselakteur im Bereich der erneuerbaren Energien etabliert und wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle im Ausbau der Photovoltaik-Anlagen in Österreich spielen.