Heute ist der 1. Mai 2026 und in Vorarlberg tut sich etwas – ganz konkret beim Thema Mobilität am Arbeitsplatz. Die Aktion „Vorarlberg radelt zur Arbeit“ läuft gerade und zieht die Aufmerksamkeit vieler Unternehmen und ihrer Mitarbeiter auf sich. In den Monaten Mai und Juni 2023 haben sich 162 Arbeitgeber in dieser Region beteiligt, um ihre Angestellten dazu zu motivieren, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Ein tolles Ziel, oder? Schließlich sind Arbeitswege in Vorarlberg fast ein Drittel der täglichen Wege. Das bedeutet auch, dass mehr als die Hälfte dieser Wege mit dem Auto zurückgelegt werden. Ein Umdenken ist gefragt!
Landesstatthalter und Mobilitätslandesrat Christof Bitschi hat kürzlich betont, wie attraktiv das Radfahren für den Arbeitsweg ist. Aber nicht nur die Umwelt profitiert. Auch die Gesundheit wird durch das Radfahren gefördert. Mediziner Matthias König hebt die gesundheitlichen Vorteile hervor – weniger Stress, mehr Bewegung und ein fitterer Körper. Das Primärversorgungszentrum Vorkloster hat sich sogar mit dem gesamten Team an der Aktion beteiligt. Und das ist nur ein Beispiel unter vielen – auch das BIFO (Kompetenzzentrum für Bildung und Beruf) unterstützt die Initiative.
Nachhaltige Mobilität in Vorarlberg
Ein weiteres Unternehmen, das sich engagiert, ist Bischofberger Transporte aus Reuthe. Sie betonen die Bedeutung nachhaltiger Mobilität und zeigen, dass man nicht immer auf das Auto angewiesen sein muss. Die Raiffeisenbanken in der Region unterstützen diese Aktion schon seit vielen Jahren und bieten sogar Preise an. Wer mitradelt, hat die Chance auf drei Online-Sparbücher im Wert von je 333 Euro sowie auf coole Gadgets wie KTM Leder-Laptoptaschen, VELLO Falträder und sogar Kalkhoff E-Bikes. Das klingt nach einer spannenden Motivation für alle Radler!
Die Teilnahmebedingungen sind simpel: Man muss sich bei „Vorarlberg radelt“ registrieren, sich zur Aktion anmelden und mindestens zehn Tage im Mai oder Juni zur Arbeit radeln – eine kleine Herausforderung, die sich aber garantiert lohnt!
Ein Blick über den Tellerrand
Die Notwendigkeit, die betriebliche Mobilität neu zu gestalten, wird angesichts steigender Energiepreise und des Klimawandels immer deutlicher. E-Autos sind oft die erste Lösung, die in den Sinn kommt, aber sie bringen auch zusätzliche Kosten für die Arbeitgeber mit sich. Anne Klein-Hitpaß, Leiterin des Forschungsbereichs Mobilität am Deutschen Institut für Urbanistik, schlägt vor, dass Firmen das betriebliche Mobilitätsmanagement ernst nehmen sollten. Pendelverkehr trägt erheblich zum CO2-Ausstoß bei, und hier gibt es viel Potenzial für Verbesserungen.
Es ist interessant zu wissen, dass 29 % der Arbeitswege kürzer als 5 Kilometer sind und 20 % zwischen 5 und 10 Kilometern liegen – eine Distanz, die sich wunderbar mit dem Rad bewältigen lässt. Die Nutzung von elektrischen Fahrrädern, also Pedelecs, könnte ebenfalls eine attraktive Lösung sein, besonders für Strecken bis 15 Kilometer. Arbeitgeber könnten Job-Tickets oder Mobilitätsgutscheine anbieten, um ihren Mitarbeitern die Wahl des Beförderungsmittels zu erleichtern.
Und das Radfahren bringt nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Häufiges Radeln kann die Gesundheit der Mitarbeiter positiv beeinflussen und zu einem niedrigeren Krankenstand führen. Das wirkt sich letztendlich auch auf die Kosten der Unternehmen aus.