Bahnstrecke Feldkirch-Buchs SG ab 2026 wegen Modernisierung gesperrt
In der Region Feldkirch hat die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) große Pläne. Ab dem 14. Juni bis zum 14. Oktober 2026 wird die Bahnstrecke zwischen Feldkirch in Österreich und Buchs SG in der Schweiz komplett gesperrt. Grund dafür sind umfassende Modernisierungsarbeiten, die die Strecke fit für den zeitgemäßen Bahnbetrieb machen sollen. Die ÖBB möchte mit diesen Maßnahmen nicht nur den Komfort erhöhen, sondern auch die Zuverlässigkeit und die langfristige Stabilität der Verbindung zwischen Österreich, Liechtenstein und der Schweiz verbessern.
Was bedeutet das konkret für die Reisenden? Zunächst einmal eine vollständige Sperre der rund 18 Kilometer langen eingleisigen Strecke. Während dieser Zeit wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Das bedeutet längere Reisezeiten und abweichende Haltepunkte – ein bisschen ärgerlich, aber für die langfristige Verbesserung der Infrastruktur notwendig. Fahrgäste sollten sich darauf einstellen, etwas mehr Zeit einzuplanen und sich im Vorfeld über die neuen Verbindungen zu informieren. Die ÖBB bittet ausdrücklich darum, rechtzeitig zu planen, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.
Umfassende Sanierung und Barrierefreiheit
Die Baumaßnahmen umfassen eine umfassende Sanierung der Brückenkette entlang der Strecke, damit die Betriebssicherheit auf lange Sicht gewährleistet ist. Ein Highlight dieser Arbeiten ist der barrierefreie Umbau und die Modernisierung des Bahnhofs Nendeln, der am 14. Oktober 2026 in Betrieb genommen werden soll. Außerdem wird die neue Haltestelle Feldkirch Tosters gebaut, die im Dezember 2026 einsatzbereit sein soll. Diese Haltestelle wird für einen besseren Zugang zum öffentlichen Verkehr sorgen, was besonders für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen von großer Bedeutung ist.
Der barrierefreie Ausbau ist ein wichtiges Thema, denn viele Bahnhöfe in Österreich haben noch Nachholbedarf. Oft sind es die alltäglichen Hürden, die den Reisen mit der Bahn für Menschen mit Beeinträchtigungen zum echten Abenteuer machen – fehlende Aufzüge, nicht abgesenkte Bordsteine oder Stufen. Die geplanten Modernisierungen in Feldkirch könnten hier einen echten Fortschritt bringen und dazu beitragen, dass Reisen für alle zugänglicher wird.
Internationale Verbindungen und Umleitungen
Die internationalen Fernverkehrsverbindungen bleiben während der Bauarbeiten aufrecht, allerdings mit Umleitungen und Anpassungen. So wird der Eurocity „Transalpin“ über St. Gallen umgeleitet und es gibt zusätzliche Halte in Städten wie Dornbirn, St. Gallen, Winterthur und Zürich Flughafen. Für die Reisenden von Wien nach Zürich verlängert sich die Fahrzeit um eine Stunde, Innsbruck nach Zürich benötigt sogar 40 Minuten mehr. Es ist also wichtig, die geänderten Zeiten im Blick zu behalten.
Für alle, die von Feldkirch nach Buchs SG und Sargans reisen möchten, wird ein Schienenersatzverkehr mit Direktbussen eingerichtet. Das ist eine praktische Lösung, auch wenn es vielleicht nicht die bequemste Option ist. Und wenn man bedenkt, dass die ÖBB jährlich über 5 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur und Flotte investiert, kann man nur hoffen, dass diese Bemühungen bald Früchte tragen und die Bahnverbindungen in der Region deutlich verbessert werden.
Insgesamt ist die Sperre ein notwendiger Schritt in die Zukunft, auch wenn sie vorübergehend Unannehmlichkeiten mit sich bringt. Die Baumaßnahmen sollen letztendlich dazu beitragen, dass die Bahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs SG nicht nur sicherer, sondern auch komfortabler wird. Wer weiß, vielleicht wird das Reisen bald viel einfacher und stressfreier – ein bisschen Geduld ist also gefragt!
