Heute ist der 18.05.2026 und in Feldkirch tut sich einiges! Die Bauarbeiten am Stadttunnel sind in vollem Gange, und es scheint, als würde die Stadt bald von ihrem verkehrstechnischen Nadelöhr befreit. Mit geschätzten Baukosten von knapp 400 Millionen Euro ist das Projekt nicht gerade ein Schnäppchen, aber die Vorarlberger sind optimistisch. Der Land Vorarlberg hat für 2023 rund 89,4 Millionen Euro in den Bau und Erhalt von Straßen eingeplant. Über die Hälfte davon, nämlich 48 Millionen Euro, fließen in den Stadttunnel. Der Bau hat im März 2023 begonnen und soll bis 2030 die Innenstadt von Feldkirch vom Verkehr entlasten. Ein echter Lichtblick für alle, die regelmäßig in der Stadt unterwegs sind!
Die Fortschritte sind bereits beeindruckend: Der Lüftungsschacht am Stadtschrofen wurde fertiggestellt, die Arbeiten am Portal Altstadt laufen gut und die Vorbereitungen für das Portal Tisis sind weit fortgeschritten. So langsam kann man sich vorstellen, wie der Tunnel einmal aussehen wird. Die Vorfreude wächst – endlich weniger Stau und mehr Lebensqualität! Doch nicht nur der Stadttunnel steht auf der Agenda. Im Rahmen eines umfassenden Investitionsprogramms für die Straßeninfrastruktur sind zahlreiche weitere Bauvorhaben geplant. Dazu gehört unter anderem der Neubau der Montfortbrücke (L191) zur Verbesserung des Hochwasserschutzes, der mit Kosten von etwa 8,3 Millionen Euro zu Buche schlägt.
Das große Straßenbau-Programm
Aber das ist noch lange nicht alles! Auch die Ortsausfahrt Bürs (L82) wird ausgebaut, was weitere 5,9 Millionen Euro kostet. Die Lutzbrücke (L193) bekommt einen neuen Anstrich für rund 5 Millionen Euro, und auch die L51 in Zwischenwasser erhält mit etwa 4,6 Millionen Euro eine Auffrischung. Und das ist nur ein kleiner Auszug aus den geplanten Sanierungs- und Neubauarbeiten, die sich über das ganze Land ziehen. Die Instandsetzungsarbeiten im Schnepfauer Tunnel (L200) werden mit ca. 4,4 Millionen Euro beziffert, während die Felssicherung und Instandsetzung der L200 in Schröcken rund 4,2 Millionen Euro kosten wird.
Die Liste der Projekte ist lang: Ein kleines Highlight sind die Neubauten und Sanierungen von verschiedenen Brücken, darunter die Anisbodenbrücke des Radweges zwischen Schnepfau und Au für etwa 3,3 Millionen Euro und die Instandsetzung der Rheinbrücke zwischen Koblach und Montlingen, die einen Anteil des Landes von 2,57 Millionen Euro erhält. Kritiker, wie die Vorarlberger Grünen, äußern jedoch Bedenken. Sie bemängeln, dass die Prioritäten im Straßenbaubudget unausgewogen gesetzt wurden. Ob das wirklich so ist? Das bleibt abzuwarten.
Ein Blick in die Zukunft
Diese umfangreichen Investitionen sind nicht nur ein Zeichen für den Fortschritt in der Infrastruktur, sondern auch ein Bekenntnis zur Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Ein gut ausgebautes Straßennetz, das den Verkehr effizient lenkt, trägt zur Sicherheit und zum Wohlbefinden der Bevölkerung bei. Der Stadttunnel ist dabei der Schlüssel, um die Innenstadt von Feldkirch vom Verkehr zu entlasten und den Menschen mehr Raum zum Leben zu geben. Diese Entwicklungen sind nicht nur für die aktuellen Generationen wichtig, sondern auch für die kommenden. Vor allem in Zeiten von wachsendem Verkehr und steigenden Umweltherausforderungen ist ein durchdachtes Verkehrskonzept unerlässlich.
Die Bauarbeiten am Stadttunnel und die vielen weiteren Projekte zeigen, dass Feldkirch auf einem guten Weg ist. Es bleibt spannend, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche neuen Herausforderungen und Chancen auf die Stadt zukommen.