Am 4. Mai 2026 fand ein ganz besonderer Ausflug des Pensionistenverbandes (PVÖ) Koblach statt. Die Teilnehmer des Projekts „usse us am Dorf“ machten sich auf den Weg in den bezaubernden Bregenzerwald. Ein sehr schöner Anlass, um die Region zu erkunden und die Gemeinschaft zu stärken. Die Vorfreude war groß, denn es stand ein leckeres Mittagessen in Au beim Fischteig auf dem Programm – gegrillte Forellen, die den Gaumen verwöhnten und die Stimmung weiter anheizten.
Nach dem geselligen Essen ging es weiter nach Bezau. Dort wartete ein Besuch im Museum, das einen faszinierenden Einblick in die Handwerkskunst des Bregenzerwaldes bot. Von Stickerei über Klöppeln bis hin zur Holzverarbeitung – die Traditionen und das handwerkliche Geschick der Region sind wirklich beeindruckend. Zudem gab es interessante Informationen zur Baukunst des Barocks von einheimischen Baumeistern. Ein echtes Schaufenster in die Geschichte und Kultur dieser malerischen Gegend!
Erfrischung und Rückfahrt
Nach dem Museumsbesuch war es Zeit für eine süße Belohnung: Ein Eisbecher durfte nicht fehlen! Das war genau das Richtige, um die Stimmung weiter zu heben. Gut gelaunt und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck trat die Gruppe die Rückfahrt über Bödele nach Koblach an. Die Teilnehmer waren sich einig: Es war ein schöner und erinnerungswürdiger Ausflug, der sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Solche Veranstaltungen stärken nicht nur die Gemeinschaft, sondern lassen auch den Alltag für einen Moment in den Hintergrund treten.
Doch während die Koblacher Pensionisten einen unbeschwerten Tag verbrachten, haben viele kleine Betriebe in Österreich ganz andere Sorgen. Jährlich fallen hier Bürokratiekosten in Höhe von 21,1 Milliarden Euro an – das sind 669 Euro pro Sekunde! Besonders kleine Unternehmen spüren den Druck ganz besonders. Sie müssen jährlich rund 320 Millionen Arbeitsstunden für Bürokratie aufwenden, was 200.000 Arbeitskräften entspricht. Ein gewaltiges Ausmaß, das dringend überdacht werden sollte.
Bürokratie und ihre Folgen
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass besonders viele Unternehmen in den letzten zwei bis drei Jahren einen Anstieg des bürokratischen Aufwands verzeichnen mussten. Susanne Kraus-Winkler, Bundesspartenobfrau der Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, hebt hervor, dass die hohe bürokratische Belastung für österreichische Tourismusbetriebe ein ernsthaftes Problem darstellt. Im Durchschnitt verbringen Unternehmen rund neun Stunden pro Woche mit administrativen Aufgaben, und die Tendenz steigt, besonders bei größeren Betrieben.
Die WKÖ-Tourismuskonferenz in Alpbach widmete sich daher der Zukunft des Tourismus und der Wettbewerbsfähigkeit. Überbordende Bürokratie wird immer wieder als großes Hemmnis identifiziert. Kraus-Winkler fordert ein umfassendes Entbürokratisierungspaket von der Bundesregierung, um mehr Freiräume für Innovation, Investitionen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die größten Belastungen sind komplexe Verwaltungsprozesse und umfangreiche Informations-, Berichts- und Wartungspflichten, die besonders für kleine Unternehmen unverhältnismäßig hohe Kosten und einen enormen Zeitaufwand bedeuten.
Die Debatte um Bürokratieabbau ist also nicht nur für die Teilnehmer des Ausflugs in den Bregenzerwald von Bedeutung, sondern betrifft jeden, der in Österreich lebt und arbeitet. Es bleibt zu hoffen, dass die geforderten Maßnahmen bald umgesetzt werden, damit Unternehmen sich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können und solche schönen Ausflüge nicht nur für die Pensionisten, sondern für alle möglich bleiben.