Am 24. Oktober 2026 fand in Vestenötting eine spannende Übung statt, die gleich neun Feuerwehren zusammenbrachte. Die Freiwillige Feuerwehr Waidhofen/Thaya war mit 19 Mitgliedern und verschiedenen Fahrzeugen vor Ort, um sich gemeinsam mit den Kameraden aus acht anderen Feuerwehren auf den Ernstfall vorzubereiten. Ausrichter der Übung war die Feuerwehr Vestenötting-Kleineberharts, die eine realistische Übungsannahme inszenierte: Ein Waldbrand im Bereich der Kapelle! Das sorgte für einige Aufregung, denn so ein Szenario kann schnell zur echten Bedrohung werden.

Zu den teilnehmenden Feuerwehren gehörten neben der Waidhofner Wehr auch die Freiwilligen Feuerwehren Altwaidhofen, Dietmanns, Hollenbach, Matzles, Thaya, Puch und Ulrichschlag. Die Beobachtung der Übung, die von verschiedenen Seiten gleichzeitig durchgeführt wurde, übernahmen unter anderem Vizebürgermeisterin Marlene Böhm-Lauter und Stadtrat Eduard Hieß, sowie Abschnittsfeuerwehrkommandant Christian Panagl. Die Übung wurde durch ein Tanklöschfahrzeug unterstützt, das Löschwasser für den Erstangriff im nördlichen Bereich sicherte.

Professionelle Brandbekämpfung im Fokus

Die Feuerwehrleute führten einen Pendelverkehr zu einem nahegelegenen Hydranten durch, um die Einsatzstelle mit ausreichend Löschwasser zu versorgen. Und das war nötig, denn ein Löschwasserbehälter, der aus Paletten und Silofolie aufgebaut wurde, wurde mit herbeigeschlepptem Löschwasser und später mit einer Relais-Leitung vom Thayafluss befüllt. Ein Vorausrüstfahrzeug nutzte eine Drohne zur Lageerkundung und -dokumentation, was die Übung noch realistischer machte. Die Sicherheit der Einsatzkräfte hat bei solchen Übungen oberste Priorität. Das ist ein wichtiges Thema, das auch im Deutschen Feuerwehrverband (DFV) immer wieder angesprochen wird.

Nach dem intensiven Training trafen sich alle Gruppenkommandanten zur Übungsnachbesprechung. Dabei wurde alles im Detail analysiert und optimiert. Die Stadtgemeinde Waidhofen/Thaya hatte zudem zu einer kleinen Jause eingeladen, um den Einsatzkräften für ihren Einsatz zu danken. Nach der Übung standen Reinigung und Vorbereitung der verwendeten Geräte und Fahrzeuge für den nächsten Einsatz auf dem Programm. Teamwork, Engagement und eine gute Portion Motivation waren bei dieser Übung spürbar.

Sicherheitsaspekte bei Waldbränden

Waldbrände sind in den letzten Jahren ein immer wiederkehrendes Thema. Die Brandbekämpfung bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, insbesondere wenn es um die Sicherheit der Einsatzkräfte geht. Der DFV hat die Fachempfehlung „Sicherheit und Taktik im Waldbrandeinsatz“ aktualisiert, um die Feuerwehrleute auf die verschiedenen Aspekte der Brandbekämpfung in Wald und Flur vorzubereiten. Hierbei wird auch die Brandbekämpfung aus der Luft auf nicht sicher beräumten Munitionsverdachtsflächen thematisiert. In dieser Fachempfehlung finden sich wichtige Punkte, die für die Sicherheit und Effizienz bei Einsätzen von großer Bedeutung sind.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Überarbeitung umfasst allgemeine Hinweise zur Vegetation, dem Gelände, der Meteorologie und taktischen Prioritäten. Zudem wird der Einsatz von Luftfahrzeugen, Löschfahrzeugen, Löschmannschaften und die persönliche Schutzausrüstung beleuchtet. Es wird empfohlen, Sicherheitsregeln zu beachten, dazu gehören Kommunikation, Flucht- und Rettungswege sowie Sicherheitszonen. Wenn man bedenkt, wie schnell ein Waldbrand außer Kontrolle geraten kann, sind solche Vorkehrungen unerlässlich.

Insgesamt zeigt die Übung in Vestenötting, wie wichtig die Zusammenarbeit der verschiedenen Feuerwehren ist, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein. Denn das Ziel ist klar: Menschenleben und Hab und Gut zu schützen. Die engagierten Feuerwehrleute aus der Region leisten dazu einen unschätzbaren Beitrag – und das nicht nur bei Übungen, sondern auch im realen Einsatz.