Am 19. September 2026, kurz vor 14 Uhr, ertönte der Funkruf im Haus der Barmherzigkeit in Horn. Eine große Feuerwehrübung stand an, und die Stadtfeuerwehr Waidhofen/Thaya war mit ihrer beeindruckenden Drehleiter vor Ort. Die Übungsleitung hatte alle Hände voll zu tun, denn es galt, verschiedene Szenarien zu simulieren, die im Ernstfall lebensrettend sein könnten. Die Feuerwehrkameraden aus Waidhofen/Thaya machten sich auf den Weg, um ihre Fähigkeiten zu demonstrieren und zu verfeinern.

Nach ihrem Eintreffen am Pflege- und Betreuungszentrum wurde der Drehleiterbesatzung der rückwärtige Innenhof als Aufstellungsort mitgeteilt. Es war ein geschäftiges Treiben; während andere Einsatzkräfte sich mit der Menschenrettung und Brandbekämpfung beschäftigten, mussten zwei Personen vom Dach des Gebäudes gerettet werden. Die Anspannung war spürbar, als die Drehleiter neben dem Gebäude in Stellung gebracht wurde und der Korbmaschinist auf das Dach fuhr. Dort traf er auf zwei bewusstlose Personen – ein Wettlauf gegen die Zeit hatte begonnen.

Rettung unter Hochdruck

Der Korbmaschinist ließ sich nicht beirren. Nachdem er die Patientenbetreuung übernommen hatte, montierte die restliche Drehleiterbesatzung die Krankentragenhaltung am Korb. Hierbei zeigte sich einmal mehr die Wichtigkeit von gutem Teamwork und präziser Kommunikation. Der Fahrzeugkommandant brachte den Drehleiterkorb zurück auf das Dach, wo die bewusstlosen Personen auf die Korbschleiftragen umgelagert wurden. Mit Unterstützung eines Mitglieds der Feuerwehr Horn wurden die beiden schließlich sicher zurück auf den Boden gebracht, wo sie dem Rettungsteam übergeben werden konnten.

Bei der Abschlussbesprechung dankte Übungsleiter Philipp Renner den anwesenden Feuerwehrkräften für ihre Teilnahme. Es war eine intensive Übung, die einmal mehr bewies, wie wichtig die Ausbildung und Vorbereitung für den Ernstfall ist. Und wie wichtig es ist, die Einsatzbereitschaft und Techniken zur Menschenrettung ständig zu optimieren. Immerhin sind die meisten Einsätze von einem hohen Leistungs- und Zeitdruck geprägt, was die Effizienz und Schnelligkeit bei der Personenrettung entscheidend macht.

Ausbildung und Techniken

Die Feuerwehr hat nicht nur während solcher Übungen eine bedeutende Rolle, auch in der Ausbildung wird viel Wert auf effektive Techniken gelegt. So gehört beispielsweise das Modul „Suchen und Retten“ zur Grundausbildung, welches verschiedene Such- und Rettungstechniken umfasst. Hierbei wird in Kleingruppen gearbeitet und es werden Einsatztaktiken geübt, um die Schlagkraft einer Staffel im Brandeinsatz zu erhöhen. Das Ziel ist klar: Jeder Einsatz soll möglichst schnell und effektiv ablaufen, denn jede Sekunde zählt – besonders wenn es um Menschenleben geht.

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Die praktische Ausbildung ist entscheidend. Teilnehmer müssen mindestens Atemschutzgeräteträger sein, um die Herausforderungen im Einsatz zu meistern. Und nicht zu vergessen: Es wird auch auf die richtige Materialverteilung und Aufgabenverteilung im Trupp geachtet. All das wird in realitätsnahen Szenarien trainiert, um im Ernstfall bestens vorbereitet zu sein.

Eine solche Übung in Horn war nicht nur ein Test der Fähigkeiten, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit für die Feuerwehrkräfte, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Einladung zur Stärkung ins Feuerwehrhaus Horn war mehr als verdient – nach einer solch aufreibenden Übung! Wer weiß, vielleicht kommt es ja bald zu einer weiteren Übung, bei der neue Herausforderungen auf die Feuerwehrkameraden warten.