Heute ist der 23.09.2026 und wir sind hier in Weiz, wo sich drei Jugendliche, Florian, Jana und Tamara, mit ihren Ausbilderinnen, der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin Angelika Flechl und der Pflegedirektorin Gabriele Möstl, am Uniklinikum Graz getroffen haben. Das erste Ausbildungsjahr in der Pflegelehre hat für die drei einiges zu bieten gehabt, das sich hören lassen kann. In einem offenen Gespräch erzählen sie von ihren Erfahrungen aus der Berufsschule und den Praktika. Und ja, es gibt viel zu berichten!

Florian, mit seinen frischen, ehrlichen Worten, spricht von einer persönlichen Reife, die er in diesem Jahr gewonnen hat. Seine Sicht auf Gesundheit hat sich verändert; er hat gelernt, die Bedeutung von Zeit und kleinen Augenblicken zu schätzen. Jana, die ebenfalls im ersten Jahr glänzende Leistungen erbracht hat, erzählt mit Begeisterung von den kleinen Alltagsmomenten, die für sie mehr Wert haben als man denkt. Und dann ist da noch Tamara – sie hebt die Wichtigkeit von Gesprächen und der Fähigkeit zuzuhören in der Pflege hervor. Diese zwischenmenschliche Komponente scheint für alle drei der Schlüssel zu sein, um eine Verbindung zu den Patienten aufzubauen, die sie mittlerweile sehr schätzen. Die Patienten scheinen sich sogar zu freuen, wenn sie nach den Jugendlichen fragen.

Die Erfolge sprechen für sich: Alle drei haben ihr erstes Berufsschuljahr mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Das ist wirklich bemerkenswert! Jana ist sogar für den Vita Pflegeaward 2026 in der Kategorie „Pfleger*in Ausbildung“ nominiert. Das ist eine Ehre, die nicht jeder bekommt. Tamara erinnert sich an ein besonders positives Praktikum in der Behindertenbetreuung, das ihr sogar ein Jobangebot einbrachte. So viel Erfolg in so kurzer Zeit – das ist nicht nur beeindruckend, sondern spricht auch für die Qualität der Ausbildung, die sie erhalten.

Einblicke in die Ausbildung

Die Pflegelehre zur Pflegefachassistenz, die hier in Weiz als Pilotprojekt im Verbund mit dem LKH und dem Uniklinikum Graz durchgeführt wird, hat ihre eigenen Herausforderungen und Chancen. Die Jugendlichen werden im Laufe ihrer Ausbildung auch mit Gesundheitsfragen konfrontiert, die oft mit persönlichen Erlebnissen verbunden sind. Es ist keine leichte Aufgabe. Sie lernen, ihre eigenen Grenzen zu erkennen, was in der Pflege unerlässlich ist. Angelika Flechl betont die Wichtigkeit einer offenen Gesprächskultur in der Ausbildung – schließlich sind es die Gespräche, die helfen, die oft belastenden Seiten des Berufs, wie plötzliche Gesundheitsverschlechterungen und den Tod von Patienten, besser zu verarbeiten.

Im Gegensatz zur Ausbildung in Deutschland, wo die generalistische Pflegeausbildung drei Jahre dauert und mit einem staatlichen Examen abschließt, ist die Ausbildung hier in Österreich auf die speziellen Bedürfnisse der Region ausgerichtet. In Deutschland umfasst die Ausbildung mindestens 4.600 Stunden und gliedert sich in verschiedene Kompetenzbereiche wie Pflegeprozesse und Kommunikation. Hierzulande wird viel Wert auf Praxis gelegt, was sich auch in den Berichten der Jugendlichen widerspiegelt. Der Austausch zwischen Theorie und Praxis scheint ein Schlüssel zum Erfolg zu sein.

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Der Weg in die Zukunft

Die zukünftige Entwicklung des Modells ist noch nicht endgültig festgelegt. Gabriele Möstl hebt den großen Einsatz aller Beteiligten und die Rolle der Praxisanleiterin hervor, die den Jugendlichen als wertvolle Mentoren zur Seite stehen. Angelika Flechl ist mit der Lehrlingsauswahl sehr zufrieden und freut sich, die Jugendlichen auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Sie wissen, dass sie die nächste Generation von Pflegekräften formen und unterstützen. Das ist eine Verantwortung, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen kann, aber auch eine, die unglaublich erfüllend ist.

Die Herausforderungen, die diese Jugendlichen in der Pflegelehre erleben, sind nicht nur für sie lehrreich, sondern zeigen auch auf, wie wichtig es ist, Menschen zu haben, die mit Empathie und Hingabe in diesen Beruf gehen. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Entwicklungen in der Pflegeausbildung weiter gestalten werden – für die Jugendlichen, die darauf brennen, ihr Wissen und ihre Erfahrung in die Praxis umzusetzen, ist der Weg bereits geebnet.