Heizungswechsel 2026: Dringender Aufruf zur Förderung für eine grüne Zukunft
In Österreich ist die Stimmung angespannt, und das nicht nur wegen der herbstlichen Temperaturen. Der Förderstopp für die Kesseltauschförderung 2027 hat die Branche in Aufruhr versetzt. proPellets Austria und das Zukunftsforum SHL fordern dringend, dass Haushalte noch 2026 Anträge für den Tausch auf erneuerbare Heizungen stellen können. Die Auszahlung der Förderungen soll dann 2027 erfolgen. Das Ziel ist klar: Die Haushalte sollen in den Heizungstausch investieren, ohne das Budget 2026 unnötig zu belasten.
„Ein sofortiger Start der Förderanträge ist unerlässlich,“ sagt Doris Stiksl von proPellets Austria. Der Bedarf an Investitionen in nachhaltige Heizlösungen ist mehr als dringend, denn die Abhängigkeit von Öl und Gas ist ein drängendes Problem. Die monatelange Unterbrechung der Förderung hat nicht nur die Haushalte, sondern auch Installationsbetriebe und Heizungshersteller stark getroffen. Andreas Rotter vom Zukunftsforum SHL betont die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen für Planungssicherheit. Die Antragstellung für die Förderperiode 2027 soll laut aktuellen Informationen im Herbst 2026 geöffnet werden.
Der Kesseltausch als Teil der Energiewende
Am 2. Februar 2026 äußerte proPellets Austria ihre Freude über den neuen Förder-Fokus auf den Kesseltausch, der von Umweltminister Totschnig angekündigt wurde. Der Kesseltausch wird als ein entscheidender Schritt zum Ausstieg aus fossilen Heizungen angesehen. Doch es gibt auch Kritik: „Das Ziel von 30.000 getauschten Heizungen bis 2026 werden wir nicht erreichen,“ meinte Stiksl. Daher sind Nachjustierungen notwendig, um den Klimazielen gerecht zu werden.
Eine aktuelle Studie im Auftrag der WKO Steiermark hat gezeigt, dass Pelletheizungen über ihre Lebensdauer 91% weniger CO2 im Vergleich zu herkömmlichen Ölheizungen ausstoßen – das sind beeindruckende 197 Tonnen CO2. In Österreich sind rund 450.000 veraltete Ölheizungen in Betrieb. Ein Umstieg auf Pelletheizungen könnte in den nächsten 20 Jahren 88,6 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht fast 30% der gesamten Jahresemissionen Österreichs! Klar, dass proPellets Austria sich für die Energiewende beim Heizen stark macht.
Förderbedingungen und Preisanpassungen
Die instabilen Weltmärkte und die steigenden CO2-Abgaben durch den EU-Emissionshandel treiben die Preise für Öl und Gas nach oben. Das macht den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme umso wichtiger. Ab dem ersten Quartal 2027 gelten striktere Förderbedingungen für den Heizungstausch von Wärmepumpen, Pellet- oder Stückholzheizungen. Heizsysteme, die vor dem 1. Januar 2008 installiert wurden, sind nur noch zu 25 % der Gesamtkosten förderfähig. Das heißt, wer noch mit einer alten Heizung liebäugelt, sollte sich schleunigst um einen Tausch kümmern, um von den aktuellen Förderkonditionen zu profitieren.
Mit jedem Halbjahr sinken die förderfähigen Kosten und der Klimageschwindigkeitsbonus verringert sich schrittweise. Eigentümer, die alte Öl-, Gas- oder Kohleheizungen ersetzen, profitieren von attraktiven Zuschüssen. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, aktiv zu werden und in eine umweltfreundlichere Zukunft zu investieren. Die Zeit drängt!
