Heute ist der 26.09.2026, und in Wels weht ein frischer Wind – oder besser gesagt, ein Gartenwind! Die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2027 nehmen ordentlich Fahrt auf. Sechs faszinierende Gartenwelten sollen entstehen, die die Stadt zum blühenden Zentrum für Gartenliebhaber machen. Der Spatenstich für den Waldgarten am Reinberg ist bereits erfolgt, was die Vorfreude noch weiter anheizt.

Der Waldgarten wird nicht nur ein Ort der Erholung sein, sondern auch mit einem ganz besonderen Flair aufwarten. Zu den Highlights gehören die historische Marienwarte, die als „Rapunzelturm“ umgestaltet wird – hier wird das Haar der Märchenfigur sogar als Installation zu sehen sein! Das bestehende Wegenetz wird umfassend instandgesetzt, während neue Attraktionen wie ein Heckenlabyrinth und Erlebnisstationen, die sich mit Wald, Natur, Märchen und Sagen befassen, hinzukommen. Bürgermeister Andreas Rabl hat große Pläne: Er möchte den Reinberg als familienfreundliches Ausflugsziel etablieren, das kostenlos besucht werden kann.

Ein Märchenwald im Grünen

Die Neugestaltung des Reinbergs kostet rund 800.000 Euro und erstreckt sich über ein zehn Hektar großes Naherholungsgebiet. Hier wird ein Märchen- und Sagenrundweg entstehen, inspiriert von der Sage „Der Reinberg und das Gold des Lebens“. Der Rundweg wird kinderwagengerecht gestaltet und bietet Spiel- und Erlebnisstationen, die mit Geschichten aus der Region und bekannten Grimm-Märchen aufwarten. Das klingt doch nach einem perfekten Familienausflug!

Die neue Aussichtsplattform, die im Frühjahr 2027 errichtet wird, wird mit einem etwa zwölf Meter langen Holzsteg versehen sein. Von hier aus haben Besucher einen grandiosen Blick über Wels und den Volksgarten. Momentan sind die Bauarbeiten am Fundament der Plattform im Gange, und auch die Wege werden aufgefrischt. Trotz der Bauarbeiten bleibt der Reinberg zugänglich – wenn auch mit temporären Sperren von einzelnen Bereichen. Es ist also nicht nötig, auf einen Ausflug zu warten, während die neuen Attraktionen Gestalt annehmen.

Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung

Was wie ein einfacher Freizeitspaß aussieht, ist in Wirklichkeit Teil eines größeren Plans für die Stadtentwicklung. Wels wird 2027 zur Stadt der Gärten – das ist nicht nur ein Titel, sondern auch ein ambitioniertes Ziel, um Wels als nachhaltiges Vorzeigeprojekt für moderne Stadtentwicklung zu positionieren. Die Landesgartenschau wird von April bis September 2027 auf 22 Hektar stattfinden und bietet sage und schreibe 178 Eventtage! Dabei stehen die Themen Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung ganz oben auf der Agenda. Die Stadt plant, urbane Gärten zu inszenieren und gleichzeitig den Handel und die Gastronomie zu stärken.

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Die Herausforderungen, die mit diesem Vorhaben einhergehen, sind nicht zu unterschätzen. Der demographische Wandel, Engpässe auf dem Wohnungsmarkt und die Energiewende sind nur einige der Themen, die es zu bewältigen gilt. Doch die Stadtentwicklung in Wels zeigt, dass es auch anders geht. Durch die Schaffung von grünen Oasen und der Förderung kompakten, funktionsgemischten Stadtstrukturen wird die Lebensqualität der Bürger verbessert. Ein Lehrpfad zur Jagd und Forstwirtschaft wird in Kooperation mit dem Oberösterreichischen Landesjagdverband eingerichtet, was weitere spannende Einblicke in die Natur und ihre Zusammenhänge bietet.

Insgesamt wird der Reinberg nicht nur ein Ort der Erholung sein, sondern auch eine Inspirationsquelle für die Bürger und Besucher von Wels, um sich mit der Natur und ihren Geschichten auseinanderzusetzen. Wels ist auf dem besten Weg, ein echtes Gartenparadies zu werden – und das ist nur der Anfang!