Gestern Abend, am 21. September 2026, fand die mit Spannung erwartete 30. Bruno-Gala im Herzen von Wien-Donaustadt statt. Die Veranstaltung, die dazu dient, Spielerinnen und Spieler für ihre herausragenden Leistungen in der letzten Saison zu ehren, war ein echtes Fest für den österreichischen Fußball. Der LASK, der letzte Saison das Double gewonnen hat, durfte sich über den Titel „Mannschaft der Saison“ freuen. Die Stimmung war ausgelassen, und die Ehrungen wurden von Moderator Marko Stankovic mit Witz und Charme begleitet.

Roman Mählich, der die Ehre hatte, den Titel zu verkünden, ließ es sich nicht nehmen, einen humorvollen Seitenhieb in Richtung Hannes Kartnig, dem ehemaligen Präsidenten von Sturm Graz, einzuflechten. Mählich erinnerte an die glorreiche erste Meisterschaft von Sturm Graz im Jahr 1998 und erzählte, dass die damalige Mannschaft unter Trainer Ivica Osim „mit dem Bus“ zur Veranstaltung gefahren sei, nur um am nächsten Tag gleich wieder trainieren zu müssen. Ein kleiner Scherz über Kartnigs finanzielle Turbulenzen sorgte für allgemeine Heiterkeit im Publikum – Mählich meinte, Kartnig könnte die Auszeichnung „inzwischen einmal verkaufen haben müssen“. Das Lachen war unüberhörbar.

Die Ausgezeichneten der Gala

Doch nicht nur der LASK durfte sich über die Lorbeeren freuen. Kapitän Sascha Horvath wurde als Spieler des Jahres geehrt, während Trainer Dietmar Kühbauer für seine hervorragende Arbeit als Trainer des Jahres ausgezeichnet wurde – das ist bereits sein zweiter solcher Preis, nachdem er 2012 mit Admira Wacker den ersten gewonnen hatte. Lukas Jungwirth, der Torwart des LASK, wurde zum Tormann des Spieljahres gekürt. Ein weiterer Höhepunkt war die Auszeichnung von Konrad Laimer von Bayern München als Legionär der Saison.

Die Gala war auch eine Plattform für die Anerkennung der Leistungen im Frauenfußball. Austria Wien wurde als beste Mannschaft der Frauensaison ausgezeichnet, und Sarah Mattner-Trembleau vom SKN St. Pölten wurde Spielerin der Saison. Die Vielzahl an Auszeichnungen zeigte nicht nur die Breite des Talents im österreichischen Fußball, sondern auch die Wertschätzung, die den Akteuren entgegengebracht wird.

Eine Hommage an Bruno Pezzey

Die Bruno-Gala ist nicht nur eine Preisverleihung, sondern auch eine Hommage an Bruno Pezzey, einen ehemaligen ÖFB-Teamspieler, der 1994 viel zu früh verstarb. Pezzey, der für seine Leistungen in der Nationalmannschaft und seine Erfolge in der Bundesliga bekannt war, bleibt eine Legende im österreichischen Fußball. Sein Name wird mit Exzellenz und sportlichem Geist verbunden, und die Auszeichnungen, die seinen Namen tragen, sind ein Zeichen der Wertschätzung für die Leistungen der Spieler.

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Mit 188 cm war Pezzey nicht nur physisch beeindruckend, sondern auch ein Schlüsselspieler für seine Teams. Er war Teil der österreichischen Nationalmannschaft, die an den Weltmeisterschaften 1978 und 1982 teilnahm, und wurde für seine herausragenden Leistungen vielfach geehrt. Seine Geschichte und sein Erbe leben durch die Bruno-Gala und die Auszeichnungen weiter, die nach ihm benannt sind.

So endete die Gala in Wien-Donaustadt mit einem Gefühl der Gemeinschaft, des Stolzes und der Vorfreude auf das, was die nächste Saison bringen wird. Die Spielerinnen und Spieler, die geehrt wurden, sind nicht nur Vorbilder für die nächste Generation, sondern auch ein Zeichen dafür, wie lebendig der Fußball in Österreich ist.