Heute ist der 4.10.2026

In Wien-Donaustadt gibt es momentan einen großen Eislauf-Albtraum: Die beliebte Eis-Stadthalle bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Die Schließung trifft vor allem die vielen Kinder, die für ihren Eislaufunterricht auf andere Plätze im Stadtgebiet ausweichen müssen. Rund 27.000 Kinder aus Schulen und Kindergärten sind betroffen und müssen nun den langen Weg zu den wenigen verfügbaren Eishallen auf sich nehmen. Es gibt nur zwei Eishallen in Wien, die den Ansprüchen der Schulen genügen: eine in Favoriten und eine in der Donaustadt. Doch eine Schulstunde quer durch Wien zu fahren, ist sicher keine adäquate Lösung.

Der Grund für die Schließung ist die veraltete Kühlanlage der Halle, die stolze 70 Jahre alt ist und mit Ammoniak betrieben wird. Diese muss dringend gewartet werden. Im August wurde bereits angekündigt, dass das Kühlmittel entfernt und der Zustand der einzelnen Komponenten überprüft wird. Die Halle hätte nach dem Eurovision Song Contest im Mai 2026 wieder öffnen sollen, aber das ist bis heute nicht geschehen. Die Ungewissheit darüber, wann die Eisfläche wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, sorgt für Frustration bei den betroffenen Sportlern und Vereinen.

Auswirkungen auf den Schulsport

Die Schließung betrifft nicht nur die Kinder, die gerne Eislaufen lernen möchten. Auch zahlreiche Vereine, Freizeitsportler, Schulen und Kindergärten haben ihre Eislaufstunden in der Eis-Stadthalle absolviert. ÖVP-Sportsprecherin Kasia Greco hat deutlich gemacht, wie wichtig die Halle für den Schulsport ist. Sie warnt vor einem Bewegungsmangel bei Kindern, der durch die fehlenden Eislaufmöglichkeiten noch verstärkt wird. Felix Ofner, der Bezirksparteiobmann von Rudolfsheim-Fünfhaus, erklärt, dass die anderen Eishallen in Favoriten und Donaustadt kein gleichwertiger Ersatz für die Schulklassen sind.

Die Wiener Volkspartei (ÖVP) fordert eine rasche Wiedereröffnung der Eis-Stadthalle und hat im Sommer eine Petition zum Erhalt der Halle unterstützt, die von über 3.600 Menschen unterzeichnet wurde. Am 23. September wurden im Wiener Gemeinderat Anträge zur Sanierung und Wiederinbetriebnahme der Eis-Stadthalle behandelt, doch die Oppositionsanträge fanden keine Mehrheit. Die ÖVP fordert weiterhin den langfristigen Erhalt der Halle C als Eissportstätte und die Einleitung aller notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein Blick in die Zukunft

Die Situation ist für viele Wiener ein echtes Dilemma. Jedes Jahr nutzen rund 100.000 Menschen die Eis-Stadthalle, darunter auch zahlreiche Freizeiteisläufer. Die Schließung hat nicht nur Auswirkungen auf den Sport, sondern auch auf die Freizeitgestaltung der Wiener. Gerade jetzt, wo die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, würden viele gerne wieder ihre Runden auf dem Eis drehen. Die Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung bleibt, doch die Unsicherheiten über die Wartung der Kühlanlage und die politischen Auseinandersetzungen machen die Lage eher ungewiss.

Die Wiener sind bekannt für ihren Enthusiasmus, und auch in dieser Situation bleibt die Gemeinschaft stark. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden und ob die Verantwortlichen endlich eine Lösung finden, die sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch den Ansprüchen der Eissportler gerecht wird.