Am späten Montagnachmittag kam es in Wien-Donaustadt zu einem tragischen Unfall mit einem E-Scooter, der die Gemüter der Anwohner bewegt. Ein zwölfjähriger Bub, der als Mitfahrer auf dem Scooter unterwegs war, wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:15 Uhr auf einer Parallelstraße zur Pfalzgasse. Während der 14-jährige Lenker einen Helm trug, war der junge Passagier ungeschützt und musste nach dem Sturz mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Sein Zustand wurde als kritisch eingestuft, und am Dienstag gab es keine Veränderung seines Gesundheitszustands.

Die Umstände des Unfalls sind mehr als besorgniserregend. Der Scooter touchierte einen Randstein, was zum Sturz der beiden führte. Der zwölfjährige Bub blieb reglos liegen, während ein Zeuge den Lenker aufforderte, Hilfe zu leisten. Doch anstatt zu helfen, floh der 14-Jährige vom Unfallort. Erst am Dienstagnachmittag stellte er sich in Begleitung seiner Mutter bei der Polizei. Bei der Befragung gab der Jugendliche an, aus Angst vor den Konsequenzen davongefahren zu sein, und wies mehrere Abschürfungen auf.

Ein erschreckender Trend

Der Vorfall reiht sich ein in eine besorgniserregende Statistik. Laut einer ADAC-Studie, die Unfalldaten von 2021 bis 2025 untersucht, nehmen E-Scooter-Unfälle in Deutschland rasant zu. 2025 wurden über 16.000 Unfälle mit Personenschaden registriert, ein Anstieg um 38% im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind junge Fahrer: 53,6% der verunglückten E-Scooter-Fahrer waren unter 25 Jahren. Bei den 6- bis 18-Jährigen stieg die Zahl der Unfallopfer um ganze 75%. Diese Zahlen sollten zu denken geben – nicht nur in Deutschland, sondern auch hier in Österreich.

Die häufigsten Verletzungen betreffen Kopf, Gesicht, Arme und Beine. Interessanterweise trugen viele Unfallopfer keinen Helm, was die Schwere der Verletzungen erheblich verschärfen kann. Auch der Einfluss von Alkohol spielt eine Rolle. Die ADAC-Studie zeigt, dass 101 von 1000 unfallbeteiligten E-Scooter-Fahrern alkoholisiert waren. Diese Risikofaktoren – unangepasste Geschwindigkeit, Nutzung nicht vorgesehener Verkehrswege und Alkoholeinfluss – erhöhen die Wahrscheinlichkeit schwerer Verletzungen.

Ein Appell zur Sicherheit

E-Scooter sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden, besonders bei jüngeren Menschen. Mit einem Mindestalter von 14 Jahren und einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h bieten sie eine schnelle Art der Fortbewegung. Doch die Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Der ADAC empfiehlt, Abstand zu halten, allein zu fahren und vor allem keinen Alkohol zu konsumieren. Das Tragen eines Helms könnte in vielen Fällen lebensrettend sein.

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Diese tragischen Vorfälle – wie der in Wien-Donaustadt – sind nicht nur Einzelfälle. Sie sind Teil eines größeren Problems, das die Gesellschaft betrifft. Die Forderungen nach einem Ausbau der Radinfrastruktur und technischen Verbesserungen bei E-Scootern werden immer lauter, um solche Unfälle in Zukunft zu vermeiden. Die Stadt Wien und andere Gemeinden sind gefordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.