Bei zwei Polizeiaktionen in Wien sind am Freitag, dem 30.10.2026, rund 2,1 Kilogramm Marihuana und 1,6 Kilogramm Kokain sichergestellt worden. Sechs Verdächtige wurden festgenommen. Die Ermittlungen führte die Außenstelle West des Landeskriminalamts Wien; die Gruppe stand laut Polizei vermutlich schon länger unter Beobachtung.

Der erste Zugriff ereignete sich in einer Wohnung nahe der Eichenstraße in Wien-Meidling. Dort traf sich ein 47-jähriger Slowene, der mutmaßlich als Drogenkurier auftrat, mit drei Abnehmern: einem 28-jährigen Mann aus Marokko, einem 35-jährigen Slowenen und einem 25-jährigen syrischen Staatsbürger. Kurz nach 19.15 Uhr nahmen die Beamten alle vier Männer vorläufig fest.

Paket voller Plastiksackerl statt Bargeld

Bei dem Treffen sollten 2,103 Kilogramm Marihuana und laut Polizei 1,183 Kilogramm Kokain übergeben werden. In einer Darstellung der Ermittler werden für das Kokain 1.186,5 Gramm genannt. Die drei Abnehmer sollen versucht haben, den mutmaßlichen Kurier zu betrügen: Sie übergaben ihm ein Paket, das wie eine größere Bargeldsumme aussah, tatsächlich aber mit Plastiksackerln gefüllt war.

Nach der Übergabe sprang der 28-Jährige mit den Drogen aus einem Fenster und wollte flüchten. Beamte des Einsatzkommandos Cobra hielten ihn an. Bei dem Einsatz stellte die Polizei außerdem 3.800 Euro Bargeld sicher. Beim 35-Jährigen wurden ebenfalls ein Bargeldbetrag im vierstelligen Eurobereich und Suchtmittel sichergestellt.

Zweiter Zugriff im Stuwerviertel

Rund eine Stunde später öffneten Cobra-Beamte im Stuwerviertel der Leopoldstadt gewaltsam die Wohnung eines 36-jährigen marokkanischen Staatsbürgers. Er gilt als mutmaßlicher Drahtzieher beziehungsweise Auftraggeber. In den Räumen fanden die Ermittler 442 Gramm Kokain und 1.150 Euro Bargeld.

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Der 36-Jährige und eine anwesende 18-jährige Frau wurden festgenommen. Welche Rolle die junge Frau spielte, war zunächst unklar; laut Polizei handelte es sich vermutlich um eine Abnehmerin. Vor ihrer Festnahme spülte sie noch einen Teil des Kokains in der Toilette hinunter.

Alle Verdächtigen befanden sich am Freitag in Polizeigewahrsam beziehungsweise in polizeilicher Anhaltung. Die weiteren Ermittlungen liefen.

Keine Einordnung aus dem angeführten Lagebericht

Der zusätzlich angeführte Lagebericht Suchtmittelkriminalität 2025 des Bundeskriminalamts liegt in den übermittelten Informationen nur als komprimierte beziehungsweise binäre PDF-Daten ohne lesbare Nachrichteninhalte vor. Eine sachliche Zusammenfassung oder weiterführende Einordnung daraus ist daher nicht möglich.