Im Bezirk Währing in Wien sorgt die geplante Umgestaltung des Aumannplatzes für lebhafte Diskussionen. Während einige die Initiative begrüßen, gibt es eine Bürgerinitiative, die sich entschieden gegen das Projekt positioniert. Das Ganze wird nicht einfacher, da es aktuell Unklarheiten über den möglichen Baustart im kommenden Jahr gibt. Den grün-roten Koalitionspartnern im Bezirk, den Grünen und der SPÖ, ist es jedoch ein Anliegen, die Vorbereitungen für die Umgestaltung voranzutreiben. Seit 2020 arbeiten die beiden Parteien zusammen, um verschiedene Umgestaltungsprojekte, einschließlich des Aumannplatzes, in die Wege zu leiten. Ein entscheidendes Votum in der Bezirksvertretungssitzung steht im Dezember an. Bezirksvorsteherin Silvia Nossek von den Grünen hebt die Dringlichkeit des Umbaus hervor.

Warum der Umbau so wichtig ist? Die Auswirkungen des Klimawandels machen sich immer stärker bemerkbar – Hitzewellen und Trockenheit sind keine Seltenheit mehr. Ein Platz, der mehr Aufenthaltsfläche und Begrünung bietet, ist jetzt wichtiger denn je. Die geplanten Kosten für die Umgestaltung belaufen sich auf satte 3,2 Millionen Euro. Davon entfallen 500.000 Euro auf eine neue WC-Anlage, knapp 1 Million Euro auf die Begrünung, 1,5 Millionen Euro für Straßenarbeiten und Baumstandorte sowie 170.000 Euro für eine neue Straßenbeleuchtung.

Umgestaltung mit Weitblick

Die aktuelle Gestaltung des Aumannplatzes stammt aus den 1980er Jahren und ist stark vom Autoverkehr geprägt – ein 2-spuriger Kreisverkehr dominiert das Bild. Mit der Neugestaltung soll das Potenzial des Platzes als urbaner Raum besser genutzt werden. Auf Grundlage eines Beteiligungsprozesses und einer Verkehrszählung wird die neue Verkehrsorganisation entworfen. Der Autoverkehr wird künftig nur noch auf der Gentzgassen-Seite in beiden Richtungen erlaubt sein, während die Währinger-Straßen-Seite des Platzes zur Fußgängerzone umgewandelt wird. Das klingt doch nach einem Schritt in die richtige Richtung!

Besonders spannend sind die neuen Nutzungsmöglichkeiten, die geschaffen werden sollen. Sitzmöbel, Hängematten, Wasserspiele und sogar eine kleine Bühne sind geplant. Über 450 Quadratmeter werden entsiegelt, um mehr Grünflächen zu schaffen, und mehr als 25 neue Bäume werden gepflanzt. Das Ziel? Ein Platz, der nicht nur klimafreundlicher, sondern auch attraktiver für alle ist – besonders für Fußgängerinnen und Fußgänger, die nun sicherer unterwegs sein sollen.

Herausforderungen und Chancen

Die Umgestaltung des Aumannplatzes ist Teil einer umfassenderen städtischen Entwicklung, die viele Herausforderungen mit sich bringt: demographischer Wandel, der Wohnungsmarkt, die Energiewende und nicht zuletzt die Notwendigkeit von Bürgerbeteiligung stehen ganz oben auf der Agenda. Stadtentwicklung ist ein dynamischer Prozess, der es erfordert, soziale, wirtschaftliche und umweltfreundliche Anforderungen in Einklang zu bringen. Dabei spielt der Umbau des Aumannplatzes eine zentrale Rolle, um ein nachhaltiges und lebenswertes Umfeld zu schaffen. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die Flächenneuinanspruchnahme zu reduzieren und die Innenentwicklung städtischer Quartiere zu fördern. Der Aumannplatz könnte damit nicht nur ein Beispiel für gelungene Stadtentwicklung werden, sondern auch ein Ort, der den Bedürfnissen der Menschen dient.

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Mit einer positiven Zusage für Förderungen vom Bund und ermutigenden Signalen von der Stadt stehen die Chancen gut, dass der Aumannplatz und weitere Projekte bis Ende der Legislaturperiode realisiert werden können. Neben dem Aumannplatz stehen auch die thermische Sanierung der Volksschule Kettenhofergasse, die Umgestaltung des Innenhofs, die Schaffung einer Hundezone am Gürtel und der Einbau von Klimaanlagen in Pensionistenklubs auf der Liste. Die Vorfreude auf die Veränderungen im Bezirk ist spürbar – und das nicht nur bei den politischen Entscheidungsträgern, sondern auch bei den Anwohnerinnen und Anwohnern, die auf eine lebenswerte und grüne Zukunft hoffen.