Heute ist der 29.09.2026 und in Wien gibt es allerlei spannende Neuigkeiten aus der Welt der Musik und Kultur. Ein ganz besonderes Ereignis steht bevor: Die Arena, ein legendärer Veranstaltungsort, feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Wer die Entwicklung der Arena miterlebt hat, weiß, wie vielschichtig und facettenreich dieser Ort ist. Claus Oistric, ein Insider der Punk-Szene, hat ein Buch mit dem Titel „Drüben im Dritten“ veröffentlicht, das die Geschichte der Arena aus der Perspektive der Punk-Bewegung beleuchtet.

Ursprünglich als Provisorium nach der Besetzung des Auslandsschlachthofs in St. Marx gegründet, hat sich die Arena von einem Ort der Gegenkultur zu einer international geschätzten Spielstätte entwickelt. Oistric beschreibt, wie die ersten Protagonisten der Szene das Ersatzareal des Inlandsschlachthofs abgelehnt haben. Es brauchte mehrere Umbauten, um den Anforderungen kommersieller Veranstalter gerecht zu werden, doch die Niederschwelligkeit der Arena blieb immer erhalten. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen dort selbst Musik machen können.

Ein Blick auf die Gegenkultur

Claus Oistric hat eine persönliche Verbindung zur Punk- und Metal-Musik, die er in seinem Buch eindrucksvoll einfängt. Dabei verwendet er Oral History, um die Geschichten von Protagonisten mit Spitznamen wie Panza und Tschuri lebendig werden zu lassen. Die Arena hat nicht nur Underground-Künstlern eine Bühne geboten, sondern auch kommerziellen Acts wie Katy Perry und Robbie Williams. Patti Smith hat die Arena sogar als einen Ort mit spiritueller Note und politischer Dimension beschrieben. Das spricht Bände über den Einfluss dieses Ortes auf die Kultur in Wien.

Wusstet ihr, dass Oistric bereits ein Buch über Punk in Wien der 90er Jahre veröffentlicht hat? Das ist nicht seine erste Veröffentlichung, und es erscheinen sogar zwei Bücher über die Arena zeitgleich – eine echte Herausforderung für den Autor. Die Buchpräsentationen finden am 9. Oktober in der Arena und am 13. Oktober im Wien Museum statt. Wer Interesse hat, sollte sich diese Termine rot im Kalender markieren!

Der Blick zurück auf die Punk-Szene

In einem weiteren Buch, dem Oral-History-Band „Bevor der Vorhang fiel“, geht Oistric auf die wilden Jahre des Wiener Punk und des Undergrounds ein. Besonders die Zeit im alten Flex wird thematisiert, und ein ikonisches Foto aus den späten 1970er-Jahren zeigt die lebendige Punk-Szene in Wien. Ein Blick auf eine Lederjacke eines Punks verrät, wie direkt und unverblümt die Botschaften damals waren – die Aufschrift „Wien du tote Stadt“ spricht für sich.

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Die Arena als Ort der Kultur, der Proteste und der Musik hat also eine bewegte Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden. Während wir uns auf die Jubiläumsfeierlichkeiten freuen, blicken wir auch auf die vielen Geschichten zurück, die diesen Ort geprägt haben. Vielleicht ist das ja der perfekte Anlass, um selbst einmal vorbeizuschauen und die Atmosphäre aufzusaugen – egal, ob man nun Punk-Fan ist oder einfach nur die Vielfalt der Wiener Kulturszene genießen möchte.