Heute ist der 22.09.2026 und in Österreich leben etwa 2.500 Menschen mit Multiplem Myelom. Diese Krankheit, auch als Knochenmarkkrebs bekannt, galt lange Zeit als nahezu unheilbar. Doch in den letzten Jahren hat sich viel getan. Innovative Therapieoptionen haben sich entwickelt, die nicht nur die Lebensqualität der Patienten verbessern, sondern auch deren Symptome signifikant abmildern. Ein Lichtblick, der Hoffnung gibt!

Im Rahmen des Awareness-Monats September 2026 wird versucht, das Bewusstsein für Multiple Myelom in der Bevölkerung zu schärfen. Denn je mehr Menschen Bescheid wissen, desto besser können sie Betroffenen helfen und unterstützen. DI Dr. Birgit Ploier-Brandauer, Medical Affairs Director bei Johnson & Johnson Innovative Medicine Austria, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die medizinischen Belange in diesem Bereich zu verantworten. Sie hat ihre Karriere 2017 im Bereich Immunologie begonnen und ist heute eine bedeutende Stimme in der Forschung.

Forschung und Therapieansätze

Die Forschung zum Multiplen Myelom schreitet zügig voran. Zahlreiche klinische Studien testen neue Therapieansätze, um die Behandlungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Ziel dieser Studien ist es, neue Medikamente und Kombinationstherapien zu entwickeln, die nicht nur die Wirksamkeit bestehender Therapien steigern, sondern auch die Nebenwirkungen verringern. Ein echter Fortschritt! Besonders spannend sind die CAR-T-Zell-Therapien, die die Immunzellen des Patienten nutzen, um Krebszellen zu bekämpfen.

Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Maria Theresa Krauth, Programm-Direktorin für Multiples Myelom an der Medizinischen Universität Wien, leitet die hämatologische Ambulanz und ist für zahlreiche klinische Studien verantwortlich. Sie ist Teil internationaler Gesellschaften wie der European Hematology Association und der American Hematology Association. Ihre Expertise ist von unschätzbarem Wert, wenn es darum geht, Diagnostik, Therapie und Prognose von Multiplen Myelomen sowie neuen Immuntherapien voranzutreiben.

Neuartige Immuntherapien

Ein besonders vielversprechender Ansatz ist die Immuntherapie Teclistamab, die in einer multizentrischen Studie an den Universitätskliniken Heidelberg und Würzburg untersucht wird. Hier wird Teclistamab in Kombination mit Standardtherapien eingesetzt. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend: Nach wenigen Monaten waren bei den Patienten keine Tumorzellen mehr nachweisbar. Das zeigt, wie schnell und effektiv neue Therapieansätze wirken können!

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Die Behandlungsergebnisse haben sich in den letzten Jahren verbessert, aber es gibt noch Herausforderungen. Viele Patienten erreichen keine tiefe Remission, was bedeutet, dass die Krankheit weiterhin eine Bedrohung bleibt. Dennoch ist die Aussicht auf eine randomisierte Phase-III-Studie, die im Juli 2026 an 60 Standorten in Deutschland beginnen soll, ein Schritt in die richtige Richtung. Diese Studie vereint die Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM) und die German-Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG) und zielt darauf ab, die Therapie zu optimieren und die Lebensqualität der Patienten weiter zu steigern.

Es ist also eine spannende Zeit für die Forschung im Bereich des Multiplen Myeloms. Mit jedem neuen Ansatz und jeder Studie rückt das Ziel, die Krankheit langfristig zu kontrollieren, ein Stück näher. Die Hoffnung wächst, und mit ihr das Bewusstsein für die Bedürfnisse und Herausforderungen der Betroffenen. In diesem Sinne: Bleiben wir neugierig und informiert!