Am Dienstag wurde im AKH Wien ein eindrucksvolles Schauspiel aufgeführt – die größte Katastrophenübung, die das Universitätsklinikum bisher erlebt hat. Ein Szenario, das die Herzen höher schlagen lässt (oder vielleicht auch nicht): Ein großes Explosionsereignis in einer Veranstaltungshalle, gefolgt von einem dramatischen Deckeneinsturz. Wer hätte gedacht, dass sich so etwas direkt vor unserer Tür abspielen könnte? Insgesamt wurden 270 verletzte Personen angenommen, die teils eigenständig ins Krankenhaus kamen, während andere von Rettungsorganisationen transportiert wurden. Ein richtiges Spektakel, das die Notfallversorgung auf die Probe stellte!

Die Eingänge des Spitals waren am Vormittag gesperrt, und ein spezieller Triage-Bereich wurde für die echten Patienten eingerichtet. In dieser herausfordernden Situation ging es darum, Schwerverletzte zu versorgen, die Koordination im Operationsbereich zu üben und sicherzustellen, dass alles reibungslos ablief. Laut Übungsszenario mussten 18 lebensgefährlich verletzte Personen intensivmedizinisch behandelt werden. Auch die Angehörigen der Verletzten standen nicht außen vor – 31 von ihnen wurden von Psychologen in einem eigenen Betreuungsbereich betreut. Man kann sich nur vorstellen, wie emotional solche Szenarien sind.

Einblicke in die Übung

Sehen wir uns einmal an, wer bei dieser Übung alles mitgewirkt hat. Zahlreiche Abteilungen des AKH Wien, darunter Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Anästhesie, Radiologie und Allgemeinchirurgie, waren beteiligt. Unterstützung kam auch vom Roten Kreuz, der Polizei Wien und der Feuerwache AKH. Man könnte sagen, es war ein echtes Teamwork. Die Ergebnisse der Übung werden nun umfassend analysiert, um Schwachstellen zu identifizieren und Abläufe zu optimieren. Das ist schließlich das Ziel: sich ständig zu verbessern und auf alles vorbereitet zu sein.

In Krisensituationen, wie sie bei dieser Übung simuliert wurden, müssen Kliniken auf außergewöhnliche Ereignisse wie den Massenanfall von Verletzten (MANV) oder Erkrankten (MANE) vorbereitet sein. Ein innerklinisches Notfallsystem sorgt für eine sichere und effiziente Versorgung in Ausnahmesituationen. Dazu gehören unter anderem Alarmierungsketten, Einsatzleitung, Zuständigkeiten, Kommunikation, Dokumentation und Ressourcenmanagement. Ein gut organisiertes Training und regelmäßige Übungen sind dabei unerlässlich.

Triage und Notfallmanagement

Ein zentraler Aspekt bei der Behandlung von Notfällen ist das Triage-System, das hilft, die Behandlung der Patienten nach Dringlichkeit und Schwere der Erkrankung zu priorisieren. Bei einem MANV kann es schnell zu einer hohen Zahl an Verletzten kommen, was die Triage-Entscheidungen unter Zeitdruck und Kommunikationsproblemen erschwert. Die Abläufe sind genau geregelt: Alarmierung durch die Leitstelle, Lageeinschätzung durch die ersten Einsatzkräfte, Triage und Transport der Patienten sind Schritte, die ineinandergreifen müssen, um eine effiziente Versorgung zu gewährleisten.

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Das AKH Wien hat mit dieser Übung nicht nur gezeigt, dass es auf solche Szenarien vorbereitet ist, sondern auch, wie wichtig die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Psychosoziale Nachsorge, medizinisch-organisatorische Nachsorge und die Reflexion nach Notfällen sind weitere Bereiche, die nicht vernachlässigt werden dürfen. Schließlich geht es nicht nur um die Behandlung von Verletzten, sondern auch um die Unterstützung für Überlebende, Angehörige und Einsatzkräfte. Ein ganzheitlicher Ansatz ist gefragt.

In einer Stadt wie Wien, wo das Leben pulsierend und vielschichtig ist, sind solche Übungen nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch ein Zeichen für die Verantwortung, die Kliniken und Rettungsdienste tragen. So bleibt zu hoffen, dass der Ernstfall niemals eintritt, doch für den Fall der Fälle sind wir, oder besser gesagt das AKH Wien, gut vorbereitet.

Für weitere Informationen können Sie die vollständige Quelle hier einsehen.

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