Am vergangenen Wochenende, genauer gesagt am 30. und 31. Mai, strömten rund 6.000 Menschen zum Südwind Straßenfest an der Universität Wien. Ja, ihr habt richtig gehört, 6.000! Das ist schon eine beeindruckende Zahl und macht das Fest zur 41. Auflage eines der größten Outdoor-Events, das sich mit globaler Gerechtigkeit beschäftigt. Der Eintritt war frei, was sicherlich auch viele angelockt hat. Bei so einem Event dreht sich alles um spannende Themen wie Menschenrechte, Klimagerechtigkeit und, ganz wichtig, fairen Handel.
Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf der „Just Fashion“-Initiative. Hier konnten die Besucherinnen und Besucher nicht nur mehr über die oft verheerenden Auswirkungen der Modeindustrie erfahren, sondern auch aktiv teilnehmen. An Reparatur-Workshops wurden Kleidungsstücke wieder zum Leben erweckt, und ein Fotocorner erlaubte es, die eigene Garderobe auf kreative Weise zu erkunden und so die Geschichten der getragenen Stücke zu erzählen.
Ein Fest für die ganze Familie
Die Atmosphäre war trotz eines kurzen Regenschauers einfach grandios! Man könnte sagen, die Leute haben sich von ein paar Tropfen nicht die Laune verderben lassen. Vielmehr sangen und tanzten sie unter ihren Schirmen weiter, was wirklich ein lustiger Anblick war. Für die Kleinen gab es ein abwechslungsreiches Programm, und die Workshops für Kinder waren gut besucht. Auch eine Tombola sorgte für Aufregung – dort konnte man Preise gewinnen, darunter ein Klimaticket im Wert von 1.400 Euro!
Musikalisch wurde das Fest durch Künstlerinnen und Künstler aus fünf Kontinenten bereichert. Unter anderem traten „Spitting Ibex“ und Karrar Alsaadi auf, und das Publikum war begeistert. Natürlich waren auch die Südwind-Expertinnen und Experten vor Ort, um das Just Fashion-Manifest vorzustellen, das für eine gerechte Modeindustrie wirbt. Es war eine bunte Mischung aus Information, Spaß und Musik – ein echtes Fest für die Sinne!
Engagierte Akteure und Organisationen
Das Straßenfest wurde von der österreichischen Menschenrechtsorganisation Südwind organisiert, die seit 1979 aktiv ist. Der Verein setzt sich nicht nur für faire Mode ein, sondern auch für eine Vielzahl anderer Themen, die globalen Gerechtigkeit und Menschenrechte betreffen. Zu den unterstützenden Organisationen gehören viele namhafte Gruppen, die sich in unterschiedlichen Ländern für die Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern einsetzen. Der ZIKOMO Verein zur Förderung afrikanischer Student:innen in ihren Heimatländern oder auch die Women in Informal Employment: Globalizing and Organizing (WIEGO) aus dem Vereinigten Königreich sind nur einige Beispiele für die breite Unterstützung, die die Veranstaltung erfährt.
Der Austausch von Ideen und das Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit waren an diesem Wochenende spürbar. Es ist bemerkenswert, wie viele Menschen sich für die Themen interessieren und aktiv werden. Die Verbindung zwischen fairer Mode und globaler Gerechtigkeit ist mehr als nur ein Trend – sie wird von vielen als wichtige Notwendigkeit angesehen. Das Südwind Straßenfest hat auf jeden Fall dazu beigetragen, diese Themen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.
